Ein Jahr auf Bewährung für Pasqua

Der ehemalige Innenminister von Frankreich, Charles Pasqua, ist am Freitag wegen einer Schmiergeldaffäre verurteilt worden. Nicht zum ersten Mal.

Ruf endgültig beschädigt: Pasqua nach dem Urteil vor Journalisten in Paris.

Ruf endgültig beschädigt: Pasqua nach dem Urteil vor Journalisten in Paris. Bild: Reuters

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Ein Pariser Sondergericht für ehemalige Regierungsmitglieder befand den 83 Jahre alten Pasqua für schuldig. Er hatte demnach die Zahlung von illegalen Kommissionen aus dem Export von Polizeiausrüstung an Vertraute gebilligt. In zwei weiteren Korruptionsaffären aus seiner Amtszeit von 1993 bis 1995 wurde der konservative Politiker am Freitag freigesprochen. Bei ihnen war es um die Vergabe einer Casino-Lizenz und die staatliche Genehmigung eines Unternehmensumzugs gegangen.

Der ehemalige Minister muss sich in insgesamt rund zehn Affären um Korruption und illegale Parteienfinanzierung vor der Justiz verantworten. Im Herbst war er in einem Fall um Schmiergelder aus einem Waffengeschäft mit Angola zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden.

Pasqua legte gegen dieses Urteil aber Berufung ein. Die bisher einzige endgültige Strafe gegen ihn wurde im April verhängt. Wegen illegaler Finanzierung seines Europawahlkampfs im Jahr 1999 wurde Pasqua mit einer 18-monatigen Bewährungsstrafe belegt. (raa/sda)

Erstellt: 30.04.2010, 13:57 Uhr

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