FDP-Chef Lindner: «Wir sind beschämt»

Die Demokratie sei verhöhnt worden: Christian Lindner hat sich im Bundestag wegen der Thüringen-Krise entschuldigt.

FDP-Chef Christian Lindner anlässlich einer Medienkonferenz in Berlin. Foto: Carsten Koall/dpa

FDP-Chef Christian Lindner anlässlich einer Medienkonferenz in Berlin. Foto: Carsten Koall/dpa

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

FDP-Chef Christian Lindner hat sich im Bundestag für die Mitschuld seiner Partei an der Regierungskrise in Thüringen entschuldigt. «Wir sind beschämt», weil die Demokratie hier verhöhnt worden sei, sagte Lindner am Donnerstag. Dafür wolle er sich entschuldigen.

Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich war vergangene Woche überraschend mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Er ist nach massiver Kritik zurückgetreten, bleibt vorerst jedoch geschäftsführend im Amt.

«Wir haben einen Fehler gemacht, den wir aufarbeiten», sagte Lindner. Seine FDP habe sich von der rechtspopulistischen AfD vorführen lassen. Diese hatte in der geheimen Abstimmung für den FDP-Politiker votiert, obwohl es einen eigenen AfD-Kandidaten gab. Es dürfe keine Kooperation mit der AfD geben, bekräftigte Lindner. «Erfurt war ein Fehler, aber wir unternehmen alles, damit er sich nicht wiederholen kann.» (nag/reuters)

Erstellt: 13.02.2020, 15:19 Uhr

Artikel zum Thema

FDP spricht Lindner Vertrauen aus – CDU fordert Neuwahlen

Der Parteichef erhielt anlässlich einer Sondersitzung zur Causa Thüringen 33 von 36 Stimmen. Die CDU-Parteichefin fordert einen neuen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten. Mehr...

Thüringens Ministerpräsident Kemmerich tritt sofort zurück

Mit den Stimmen von CDU und AfD kam er an die Macht, einen sofortigen Rücktritt lehnte er jedoch vorerst ab. Nun hat Thomas Kemmerich eingelenkt. Mehr...

Kramp-Karrenbauer gibt nach 14 Monaten an der CDU-Spitze auf

Annegret Kramp-Karrenbauer verzichtet auf die Kanzlerkandidatur und gibt den Partei-Vorsitz ab. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Die Welt in Bildern

Glücksfänger: Spärlich bekleidete Männer versuchen im Saidaiji Tempel im japanischen Okyama einen vom Priester in die Menge geworfenen Stab, den «Shingi», zu ergattern. (15. Feburar 2020)
(Bild: Kim Kyung-Hoon ) Mehr...