Flüchtlingsansturm nach Ende des Fährstreiks

Seit letztem Freitag sind 15'000 Schutzsuchende nach Griechenland eingereist. Auf der Balkanroute warten Tausende in Winterlager auf ihre Weiterreise.

Der Strom reisst nicht ab: Flüchtlinge an der Grenze zu Mazedonien. (8. November 2015)

Der Strom reisst nicht ab: Flüchtlinge an der Grenze zu Mazedonien. (8. November 2015) Bild: Robert Atanasovski/AFP

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Nach dem Ende des Fährstreiks in Griechenland sind wieder viele Tausend Flüchtlinge und Migranten auf der Balkanroute in Richtung Westeuropa und vor allem Deutschland unterwegs. Seit Freitag kamen rund 15'000 Menschen von den Inseln in der Ostägäis nach Piräus.

5000 weitere wurden nach Schätzungen der Küstenwache vom Montag im Tagesverlauf erwartet. An der griechisch-mazedonischen Grenze warteten etwa 10'000 Menschen auf ihre Weiterreise, wie die Medien in Athen berichteten. Der viertägige Fährstreik in Griechenland war am vergangenen Freitag zu Ende gegangen.

Warten im Winterlager

In Kroatien wurden am Sonntag (bis 21.00 Uhr) 5500 Flüchtlinge gezählt. Im Winterlager der Stadt Slavonski Brod warteten weitere 2100 auf ihren Transit in Richtung Slowenien und Österreich, teilte das Innenministerium am Montag in Zagreb mit. In der Nacht waren nach Darstellung der Nachrichtenagentur STA 2100 Menschen aus Kroatien neu eingereist.

In Österreich waren am Sonntag 2100 Flüchtlinge angekommen, meldete die Nachrichtenagentur APA. Das Erstaufnahmezentrum am Grenzübergang Spielfeld sei leer. (dia/sda)

Erstellt: 09.11.2015, 11:12 Uhr

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