Greenpeace-Aktivisten stürmen Atomkraftwerk

Die schwedische Polizei hat am Montag etwa 50 Greenpeace-Aktivisten festgenommen, die bei einer Protestaktion in das Atomkraftwerk Forsmark eingedrungen sind.

Greenpeace macht auf Mängel beim AKW Forsmark in Schweden aufmerksam: Aktivisten gelangen auf das Gelände des AKWs.

Greenpeace macht auf Mängel beim AKW Forsmark in Schweden aufmerksam: Aktivisten gelangen auf das Gelände des AKWs.

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Nach Angaben der Umweltschutzorganisation richtete sich der Protest gegen Pläne der Regierung, neue Atomkraftwerke zu bauen. Die Demonstranten kletterten einen Zaun der Anlage hoch und wurden wegen des Verdachts auf unbefugtes Betreten und Verletzung der Sicherheitsbestimmungen festgenommen.

Die Greenpeace-Aktion habe schwere Mängel in der Sicherung des Atomkraftwerks Forsmark offengelegt, sagte der schwedische Umweltminister Andreas Carlgren. Es liege in der Verantwortung der AKW-Betreiber, die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken. 1980 wurde in einem Referendum für den Atomausstieg Schwedens gestimmt. Aber im März hat die Mitte-rechts-Regierung vorgeschlagen, im Betrieb befindliche Kernreaktoren durch neue zu ersetzen. Über den Vorschlag wird das schwedische Parlament am Donnerstag abstimmen. Atomreaktoren liefern 50 Prozent des Energiebedarfs in Schweden. (mt/dapd)

Erstellt: 14.06.2010, 20:30 Uhr

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