Greenpeace-Chef bietet sich als Pfand an

Greenpeace kämpft mit allen Mitteln für die Freilassung der in Russland inhaftierten Aktivisten. Nun schlägt der Chef, Kumi Naidoo, Präsident Putin in einem Brief ein Tauschgeschäft vor.

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Greenpeace-Chef Kumi Naidoo schaltet sich in den Kampf für die Freilassung der 30 Greenpeace-Aktivisten ein. Er selbst wolle sich als menschliches Pfand für die Freilassung der 30 in Murmansk inhaftierten Aktivisten einsetzen, schrieb Naidoo in einem Brief an Putin. Das Schreiben ging gestern in der russischen Botschaft in den Niederlanden ein, wo Greenpeace ihren Sitz hat.

Naidoo schrieb, er verbürge sich für die gute Führung der Aktivisten, der Vorwurf der Piraterie gegen sie sei aber haltlos und solle fallen gelassen werden.

Drogen gefunden

Die russischen Behörden legten inzwischen nach und brachten neue Vorwürfe gegen die 30 Menschen ins Spiel, die Mitte September an Bord der Arctic Sunrise festgenommen worden waren. Der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin, sagte gestern, auf dem Schiff seien Drogen und «Ausrüstungsgegenstände mit doppeltem Verwendungszweck» gefunden worden.

Letzterer Begriff wird in der Regel für Gegenstände verwendet, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Er rechne mit weiteren Klagen gegen mehrere der Aktivisten, erklärte Markin. (wid/AP)

Erstellt: 10.10.2013, 08:31 Uhr

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