In der Ostukraine kommt es angeblich doch zum Waffenrückzug

Prorussische Separatisten haben Journalisten zufolge schwere Waffen wie im Abkommen von Minsk vereinbart von der Frontlinie abgezogen.

Das Abkommen von Minsk einhalten: Ein Angehöriger der ukrainischen Armee bewacht einen Konvoi von bewaffneten Fahrzeugen, die zum Abzug bereit stehen. (26. Februar 2015)

Das Abkommen von Minsk einhalten: Ein Angehöriger der ukrainischen Armee bewacht einen Konvoi von bewaffneten Fahrzeugen, die zum Abzug bereit stehen. (26. Februar 2015) Bild: Reuters

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Reporter der Nachrichtenagentur Associated Press folgten vier Lastwagen, die Raketenwerfer aus der Rebellenhochburg Donezk in eine 70 Kilometer entfernte Zementfabrik im Dorf Nowoamwrosiiwske nahe der Grenze zu Russland brachten. Damit konnte zum ersten Mal der Abzug schwerer Waffen bestätigt werden.

Die prorussischen Rebellen hatten – zumindest nach eigener Darstellung – am Dienstag mit dem Rückzug ihrer Geschütze begonnen. Das bezweifelte die Ukraine allerdings. Am Donnerstag hatte die ukrainische Regierung dann erklärt, ebenfalls ihre schweren Waffen abziehen zu wollen. Sie hatte die Entscheidung hinausgezögert mit dem Argument, der vereinbarte Waffenstillstand sei noch nicht stabil.

Kämpfe nehmen ab

Tatsächlich war nach Start der Feuerpause weiter gekämpft worden, allerdings in den vergangenen Tagen immer weniger. Ziel ist die Einrichtung einer Pufferzone zwischen den Regierungstruppen und den prorussischen Rebellen.

Unter Vermittlung von Deutschland und Frankreich hatten die Ukraine und Russland in Minsk eine Waffenruhe ab 15. Februar vereinbart, um den blutigen Konflikt mit inzwischen 5800 Toten zu entschärfen. Kurz darauf sollte die Verlegung schwerer Waffen um 25 bis 70 Kilometer hinter die Front beginnen und binnen zwei Wochen abgeschlossen sein. (rar/sda)

Erstellt: 27.02.2015, 11:36 Uhr

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