Junge Muslime demonstrieren gegen Antisemitismus

Als Reaktion auf den Anschlag auf ein dänisches Kulturzentrum haben junge Muslime zu einer Demonstration aufgerufen. Die Demonstranten bilden um eine Synagoge in Kopenhagen eine symbolische Kette des Friedens.

Kette des Friedens: Demonstranten halten sich die Hände und bilden eine Kette um eine Synagoge in Kopenhagen. (14. März 2015)

Kette des Friedens: Demonstranten halten sich die Hände und bilden eine Kette um eine Synagoge in Kopenhagen. (14. März 2015) Bild: Simon Skipper/AFP

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Einen Monat nach den Anschlägen von Kopenhagen haben am Samstag rund tausend Demonstranten eine Menschenkette um die Synagoge der dänischen Hauptstadt gebildet. Die Aktion fand auf Aufruf einer Gruppe junger Muslime statt, die mit der «Kette des Friedens» ihre Ablehnung von Antisemitismus und Gewalt zeigen wollten:

Zuvor hatte es bereits ähnliche Aktionen in den Hauptstädten Norwegens und Schwedens, Oslo und Stockholm, gegeben.

Ein vorbestrafter Däne mit palästinensischen Wurzeln hatte Mitte Februar bei einer Diskussionsrunde über die Meinungsfreiheit in einem Kopenhagener Kulturzentrum einen Mann erschossen und drei Polizisten verletzt. Stunden später tötete er vor der Synagoge einen 37-jährigen Juden und verletzte zwei Polizisten, bevor er von der Polizei erschossen wurde. (pst/AFP)

Erstellt: 14.03.2015, 18:46 Uhr

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