Kaczynski macht Tusk für den Tod seines Bruders verantwortlich

Die polnische Regierung trage Verantwortung für den Flugzeugabsturz von Lech Kaczynski, sagt dessen Zwillingsbruder Jaroslaw Kaczynski. Das müsse Konsequenzen haben.

Harte Vorwürfe: Jaroslaw Kaczynski.

Harte Vorwürfe: Jaroslaw Kaczynski.

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Fünf Monate nach dem Flugzeugabsturz von Polens damaligem Präsidenten Lech Kaczynski hat sein Bruder Jaroslaw harte Vorwürfe gegen Regierungschef Donald Tusk erhoben. Dieser trage moralische und politische Schuld an dem Unglück, bei dem im April im russischen Smolensk insgesamt 96 Menschen starben, sagte Jaroslaw Kaczynski am Freitag vor seinen Anhängern. Gleiches gelte für den jetzigen Präsidenten Bronislaw Komorowski, fügte der Chef der oppositionellen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hinzu. Er hatte im Juli die Präsidentenwahl gegen Komorowski verloren.

«Die moralische und politische Verantwortung muss zu Entlassungen führen», forderte Jaroslaw Kaczynski. «Leute wie Donald Tusk und Bronislaw Komorowski müssen für immer von der politischen Bühne verschwinden.» Als Begründung für seine Anschuldigungen gab der Chef der Nationalkonservativen an, dass die Regierung bei der Vorbereitung des Unglücksflugs «zahlreiche Fehler» gemacht habe. Bei dem Absturz der polnischen Präsidentenmaschine am 10. April waren Lech Kaczynski, seine Frau sowie alle 94 anderen Insassen der Maschine ums Leben gekommen. (oku/AFP)

Erstellt: 10.09.2010, 23:59 Uhr

Gedenken

Mehrere hundert Menschen haben in Warschau am Freitag an den Absturz der polnischen Präsidentenmaschine vor fünf Monaten erinnert. Nach einem Gedenkgottesdienst hielten sie vor dem Präsidentenpalast eine Mahnwache für die 96 Todesopfer ab, darunter der damalige Präsident Lech Kaczynski und seine Frau. Unter den Trauernden war auch Kaczynskis Zwillingsbruder Jaroslaw. Bei dem Absturz am 10. April bei Smolensk waren alle Insassen des Flugzeugs ums Leben gekommen. Sie waren auf dem Weg zu einer Gedenkveranstaltung für die polnischen Opfer des Massakers von Katyn im Zweiten Weltkrieg.

Donald Tusk.

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