London sendet 75 Militärberater in die Ukraine

Grossbritannien involviert sich erstmals militärisch im Ukraine-Konflikt: Die Briten sollen jedoch weit weg von der Front stationiert werden und «nicht tödliche» Unterstützung leisten – zumindest vorerst.

Unterstützung zugesichert: Britischer Premierminister David Cameron trifft den ukrainischen Präsidenten Petro Poroshenko an einem EU-Gipfel in Brüssel. (12. Februar 2015)

Unterstützung zugesichert: Britischer Premierminister David Cameron trifft den ukrainischen Präsidenten Petro Poroshenko an einem EU-Gipfel in Brüssel. (12. Februar 2015) Bild: Eric Vidal/Reuters

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Grossbritannien will bis zu 75 Militärausbilder in die Ukraine schicken. Das gab Premierminister David Cameron bekannt:

Grossbritannien schliesse es nicht grundsätzlich aus, Waffen in die Ukraine zu senden. Video: Guardian (24. Februar 2015)

Ab dem kommenden Monat sollen die Ausbilder demnach die ukrainischen Regierungstruppen im medizinischen und logistischen Fragen beraten, vorgesehen ist zudem Unterstützung bei der Gewinnung geheimdienstlicher Informationen und dem Training von Infanteristen.

Britische Militärberater sollen in die Ukraine. (Video: Reuters)

Sollte Russland nichts entgegengesetzt werden, drohe eine Destabilisierung auch anderer Staaten wie Moldawien oder die baltischen Länder, warnte Premierminister David Cameron vor einem Parlamentsausschuss in London.

Cameron betonte, dass die Briten weit weg von der Front eingesetzt würden und sich an Kampfhandlungen nicht beteiligen sollten. Waffenlieferungen an die Ukraine zu einem späteren Zeitpunkt schloss er nicht aus. Vorerst verfolge Grossbritannien aber die Linie, «nicht tödliche» Unterstützung zu leisten.

US-Militär entsendet ebenfalls Ausbilder

US-Aussenminister John Kerry warf Russland vor zu lügen, wenn es behaupte, in der Ukraine befänden sich keine russischen Truppen oder Ausrüstung. Die Regierung in Moskau hat wiederholt Anschuldigungen zurückgewiesen, sie unterstütze die pro-russischen Separatisten im Osten des Landes militärisch.

Kurz zuvor wurde aus US-Militärkreisen bekannt, dass das Pentagon erneut einige Soldaten in die Ukraine entsendet, um Militärsanitäter dort auszubilden. Es ist der zweite derartige Einsatz seit Ausbruch der Kämpfe in der Ostukraine.

Im vergangenen Jahr hatten die USA 300 ukrainische Soldaten als Sanitäter für das Kampfgebiet ausgebildet. Nächste Woche sollen erneut fünf bis zehn US-Soldaten ukrainische Kollegen unterweisen, die dann selbst als Trainer fungieren können. (pst/sda)

Erstellt: 25.02.2015, 08:05 Uhr

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