Vor der Bundestagswahl am 22. September

Merkels Märchenrepublik

Deutschland geniesst einen glücklichen Sommer: Die Wirtschaft läuft, die Menschen sind zufrieden. Doch manche Leute beklagen ein Gefühl von Stillstand.

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Im Schlosshof von Neuschwanstein drängelt gerade eine russische Familie durch eine italienische Reisegruppe. Ein Amerikaner in kurzen Hosen sucht seine Kinder, man hört Japanisch, Französisch, manchmal Deutsch. Drüben auf der Treppe posiert eine Braut ganz in Weiss. Der Fotograf kreist geschäftig um sie herum. Es klickt und blitzt. Der Ehemann wartet im Schatten. «From Shanghai», sagt er. Und: «Neuschwanstein – very nice.» Die Welt ist zu Gast im Märchenland.

So hat sich auch König Ludwig II. das Paradies vorgestellt, dieser verrückte bayrische Monarch. Hoch oben auf dem Felsen liess er sich sein Schloss errichten, mit Türmchen und Zinnen, mit einem goldenen Thronsaal und Wandgemälden voller Sagengestalten. Und dann diese Lage: Im Rücken die Berge, unweit liegt der malerische Alpsee, vorne öffnet sich das weite Land, hügelig, lieblich.

Für den Bauherrn endete die Sache dennoch nicht schön. Einflussreichen Männern in München fehlte das Faible für so viel Romantik. Sie fanden, Ludwig II. verliere den Kontakt zur Realität; er vernachlässige die Regierungspflichten und verschleudere Millionen. Am 12. Juni 1886 liessen die Verschwörer den Monarchen in Neuschwanstein verhaften, ein Psychiater diagnostizierte «unheilbare Geistesschwäche». Am nächsten Tag fand man den Leichnam des Königs im seichten Wasser des Starnberger Sees. War es Mord? Oder Suizid? Man weiss es bis heute nicht. Das Schloss des toten Königs ist inzwischen zum Magnet für die Massen geworden. 1,4 Millionen Touristen besuchen es jedes Jahr. Gäste aus dem Ausland haben Neuschwanstein kürzlich in einer Umfrage von Deutschland Tourismus zur beliebtesten Reisedestination des Landes gekürt.

Südländische Unbeschwertheit

Ein Abend in Füssen, dem nächstgelegenen Städtchen. Beim barocken Benediktinerkloster singt ein Chor liturgische Lieder, durch die Gassen strömt quirliges Leben, die Restaurants sind brechend voll. Mit Glück finden wir in einer Holzstube einen Tisch. Eine flinke junge Frau in Tracht serviert vorzügliche Käsespätzle. Zum Dessert stellen wir uns vor dem Eiscafé Dolomiti in die Schlange. Nur ein Gewitter trübt für eine halbe Stunde die Idylle. Dann ist er wieder da: der glückliche Sommer, der über Deutschland liegt.

Zwei Wochen sind wir durch die Republik gereist und dabei immer wieder auf eine fast südländische Unbeschwertheit gestossen: in der schmucken Altstadt von Schwäbisch Hall, in den Strassencafés von Leipzig, am Sandstrand der Nordseeinsel Helgoland. Deutschland geht es gut. Die Wirtschaft hat sich nach der Finanzkrise schnell erholt; der dramatische Abschwung in Südeuropa hat die Deutschen auf mirakulöse Weise verschont. Das beflügelt natürlich die Moral. Das amerikanische Meinungsforschungsinstitut PEW hat in einer Studie die Befindlichkeiten mehrerer europäischer Nationen verglichen. Fazit: Die Deutschen, sonst eher berüchtigt für ihren Griesgram, sind zufriedener und optimistischer als alle anderen Europäer. «Sie leben», sagt PEW-Forscher Bruce Stokes über unsere nördlichen Nachbarn, «mental auf ihrem eigenen Kontinent.»

Es gibt allerdings auch Orte, an denen dieses Wohlgefühl anhaltend gestört ist, richtige Unruheherde. Wir sind in Stuttgart und steigen mit Matthias von Hermann auf den Turm des Hauptbahnhofs. Es gibt eine Aussichtsplattform hier, lautlos dreht ein Mercedes-Stern über unseren Köpfen, das leuchtende Emblem ist das Wahrzeichen der schwäbischen Metropole. Doch von Hermann will nicht über Autos reden. Der 40-Jährige hat eine andere Mission: Seit Jahren bekämpft er die Pläne für einen neuen Hauptbahnhof. Stuttgart 21 heisst das Projekt, Milliarden soll es kosten, und wenn Neuschwanstein für das Zuckerguss-Deutschland steht, für eine Disney-artige Märchenrepublik, dann steht Stuttgart 21 inzwischen für alles, was falsch läuft zwischen Regierenden und Regierten in diesem Land.

Die 183. Montagsdemonstration

Von Hermann ist kein Hitzkopf, wie es manche seiner Mitstreiter sind, er argumentiert sachlich, kühl. Er weiss aber auch, dass Bilder wirken, und deswegen zeigt er hoch oben vom Bahnhofturm auf eine hässliche braune Schneise, die sich quer durch den Stadtpark zieht. Alte Bäume haben dort einst gestanden, jeder, der Stuttgart kennt, ist schon da gewesen. Jetzt verunstaltet eine Baustelle den Blick, oder etwas, was einst eine Baustelle werden könnte. Denn Stuttgart 21 stockt.

Matthias von Hermann kann stundenlang referieren über den unterirdischen Bahnhof, der den jetzigen ersetzen soll. Eigentlich Politologe, hat er sich in die technischen Feinheiten von Tunnel- und Eisenbahnbau eingearbeitet, er kennt die Geologie unter Stuttgart, er weiss, wie man einen Zugfahrplan plant. Er denkt bei alledem aber stets strategisch. «Jede Aktivität gegen Stuttgart 21 ist ein Tropfen in ein Fass. Wir wissen nicht, wann das Fass überläuft. Aber die Befürworter wissen es auch nicht.» Sein Ziel sei es, den «politischen Preis» für den neuen Bahnhof derart in die Höhe zu treiben, dass die Mächtigen einknicken. Im Moment sieht es nicht danach aus. Politisch ist Stuttgart 21 beschlossen. Die Bundeskanzlerin will den Bau, die Bahn ebenfalls; zähneknirschend setzt sich auch der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg dafür ein.

Der Widerstand geht trotzdem weiter. 10 000 Einsprachen hat es allein gegen das Grundwasser-Management gegeben, ohne das die Bahn mit den Bauarbeiten nicht beginnen kann. Auch auf der Strasse haben die Gegner des Bahnhofs einen langen Atem. Gerade eben findet die 183. Montagsdemonstration statt. Der Protest ist laut wie eh und je. Etwa 2000 Menschen sind gekommen, viele Ältere; Bürgertum, eher der Typ pensionierter Gymnasiallehrer. «Renitente Rentnerin bleibt oben» steht auf einem Plakat. «Stuttgart erstickt» auf einem anderen. Auf der provisorischen Bühne spielen zwei Frauen Musik, die sie als solidarischen Gruss an die Menschen in der Türkei verstanden haben wollen – dort, auf dem Taksim-Platz in Istanbul, demonstrierten sie schliesslich auch gegen staatliche Willkür und ein unsinniges Bauprojekt.

Plötzlich entsteht hinter dem Lautsprecherwagen ein Tumult. «Wo isch öire Solidaridääät?», ruft eine Frau wütend. «Was isch denn los?», wird sie gefragt. Ihre Antwort: «Solidaridääät, Solidaridääät!» Es stellt sich heraus: Eine Gruppe von Demonstranten hat die Hauptstrasse vor dem Bahnhof besetzt. Sie sind unzufrieden, dass die offizielle Demo in einer Seitengasse stattfindet. «Wenn wir immer nur brav sind, erreichen wir nichts», sagt ein Mann mit grauem Bart. Er reckt die Faust. Es wird hitzig und laut, riecht nach Schweiss.In einem blockierten BMW sitzen zwei junge Männer und schütteln den Kopf. Einer von ihnen macht die Scheibenwischer-Geste, will sagen: Die spinnen hier alle. Auch die jungen Polizeibeamten, die herumstehen, bekommen langsam rote Köpfe. Drei Jahre Protest zehren allen etwas an den Nerven. Anderswo in der Republik weckt das Thema deutlich weniger Emotionen, aber man fragt sich schon, was eigentlich in diese Schwaben gefahren ist. In Syrien herrscht Bürgerkrieg, in Ägypten hat das Militär geputscht, und in Stuttgart können sie nicht aufhören, gegen ihren Bahnhof zu stürmen. Zumal: Es hat ja sogar eine Volksabstimmung gegeben – die Mehrheit hat für das Projekt gestimmt. Ist der Widerstand also Zwängerei? Sind die Stuttgart-21-Gegner schlechte Verlierer? Von Hermann widerspricht. Die Abstimmung sei nicht fair gewesen und die Frage viel zu kompliziert formuliert. Man musste Ja stimmen, wenn man gegen den Bahnhof war. Zudem erfolgte der Entscheid auf falschen Grundlagen. Damals sei man offiziell von Kosten von rund 4,5 Milliarden Euro ausgegangen, inzwischen lägen die Schätzungen schon bei 6,8 Milliarden.

«Frau Merkel ist die Königin»

Es ist spät geworden in der Stuttgarter Innenstadt. Die Demonstration hat sich aufgelöst. Nur in der Fussgängerzone stehen noch ein paar Leute, zwei von ihnen halten ein weisses Laken hoch. «Schutzheilige der Stuttgart-21-Lüge: Dr. Angela Merkel (CDU)» haben sie draufgeschrieben. So sind sie, die Schwaben: aufsässig, aber mit «Dr.» spricht man die Obrigkeit dann eben doch an. Ein Widerspruch? Nicht unbedingt, wenn man Matthias Richling fragt. Der Kabarettist schaut kurz in seiner Stuttgarter Stammbeiz vorbei. Er kommt gerade von den Proben seines neuen Programms, ist wie auf Nadeln – gleich muss noch das Bühnenbild besprochen werden. «Deutschland to go» heisst die Show, wie auch schon ein Buch, das im vergangenen Jahr erschienen ist. «Dem Wutbürger wird einiges geboten in unserem Land», heisst es da. «Vetternwirtschaft, Inkompetenz, Wählerbetrug ohne Ende.» Richling ist ein scharfzüngiger Kritiker der politischen Elite. Keiner kann so schön merkelartig das Gesicht verziehen wie er, keiner so kanzlerinnenhaft die Hände verkrampfen.

«Wir Deutsche sind eben monarchistisch geprägt», sagt Richling jetzt, grinst und nippt an einem Mineralwasser. «Frau Merkel ist die Königin, und wir lieben unseren König.» Den Grund sieht er in der Geschichte. Die Alliierten hätten den Deutschen nach dem Krieg die Demokratie geschenkt. «Aber wir wussten nicht, was wir mit ihr anfangen sollten.» Erst jetzt setze langsam ein Lernprozess ein. Dabei spielten die Informationsflut im Internet und die neuen Möglichkeiten, sich zu vernetzen, eine entscheidende Rolle. Stuttgart 21, sagt Richling, sei ein Fanal gewesen: Der unterirdische Bahnhof habe die Demokratie gleichsam umgepflügt. «Der Widerstand gegen dieses Projekt ist ein Symbol für die Demokratisierung des Landes.»

Ob das die führenden Politiker des Landes auch so sehen? Zweifel sind angebracht. Richling hat ein originelles Bild geprägt. Er zitiert gerne Angela Merkel, die sich mit Nachdruck für die «repräsentative Demokratie» einsetzt. Von Volksabstimmungen, Referenden und Initiativen hält die Kanzlerin wenig. Der Bürger soll seine Stimme an der Urne abgeben – buchstäblich; und dann bis zur nächsten Wahl die Klappe halten. In dieser Art von «repräsentativer Demokratie», so Richling, bekommt das Volk die gleiche Rolle zugeteilt wie die Königin von England in der repräsentativen Monarchie. Es wird Statist, reines Beiwerk, Staffage. Der Unterschied sei lediglich, scherzt Richling, das Volk sei teuer, es koste eine Menge Geld. «Elizabeth II. dagegen zieht die Touristen an. Sie spielt jedes Jahr finanziell 60-mal mehr ein, als sie kostet.»

Ein «stagnatives Gefühl»

Wir machen einen Sprung nach Berlin. Viel ist geschrieben worden in den letzten Jahren über die Hauptstadt, darüber, wie unglaublich hip und kreativ sie geworden sei. Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Neukölln – diese Viertel sind für viele junge Menschen in Europa zum Sehnsuchtsort geworden. Cool Germania ist hier zu Hause. Aber eben auch die Macht: das Kanzleramt, die Ministerien, der Bundestag, grosse Medienhäuser.

Wir sind bei einer stillen, nachdenklichen Stimme angemeldet, bei der Schriftstellerin Tanja Dückers, 44 Jahre alt. Ihre Wohnung im ehemaligen Osten wirkt wie eine Oase in der lärmigen Metropole. Ein Altbau, Bücher und Ordner stapeln sich bis unter die Decke, Dückers bittet den Besuch, auf einem Biedermeiersofa Platz zu nehmen. In ihrem letzten Roman «Hausers Zimmer» hat sie feinfühlig das Westberliner Milieu der 80er-Jahre beschrieben. Auch diverse Lyrikbände hat sie schon veröffentlicht.

Aus politischen Debatten hält sie sich weitgehend raus. «Ich bin nicht der Meinung, dass sich Schriftsteller ständig einmischen müssen», sagt sie. Vor einigen Wochen hat sie sich aber doch einem offenen Brief an die Kanzlerin angeschlossen. In dem Schreiben beklagen rund 60 Autoren die passive Haltung der Regierung in der Affäre um die Ausspähung deutscher Bürger durch US-Geheimdienste. Dückers stellt ganz allgemein ein «stagnatives Gefühl» fest, das sich über die Republik gelegt hat. Nur in «homöopathischen Dosen» werde das Land überhaupt noch regiert. «Die Kanzlerin macht eine Nichtpolitik.»

Auf die Dauer kann das nicht gut gehen, findet Dückers. Gerade was die Gleichberechtigung von Frauen sowie die Vereinbarkeit von Familie und Job angehe, passiere viel zu wenig. Dückers selber hat zwar für ihren vierjährigen Sohn einen Kita-Platz gefunden. Viele Eltern haben weniger Glück. Noch könne es in Berlin passieren, dass zu einer Kita-Besichtigung 100 Familien kommen – für ein halbes Dutzend freier Plätze. Auf dem Land sei es noch viel schlimmer. Oft müssten die Mütter dann zu Hause bleiben – statt wieder zu arbeiten. «Deutschland hält sich für unglaublich fortschrittlich. Aber in dieser Frage stehen wir viel schlechter da als Frankreich oder die Beneluxländer», empört sich die Autorin.

Frühstück mit Müntefering

Auch in anderen Bereichen herrscht Reformstau. Gerade jetzt, wo es dem Land gut geht, wäre der Zeitpunkt ideal, um schwierige Vorhaben umzusetzen. Die deutsche Gesellschaft altert, bald werden Millionen an Arbeitskräften fehlen. Die Staatsfinanzen sind nur deswegen einigermassen im Lot, weil die Konjunktur brummt; auch das Sozialsystem ist auf dauerhaftes Wachstum ausgelegt. Das Land ist gerade fit genug für schönes Wetter. Sobald es ein bisschen schlechter läuft, droht Schieflage.

Aber den Deutschen steht der Sinn nicht nach Veränderung, zu gut lebt es sich in der Seifenblase. Auch die Kanzlerin lässt lieber alles so, wie es ist. Zwar lädt sie regelmässig zu Gipfeln. Integrationsgipfel, Demografiegipfel, Fachkräftegipfel. Doch fassbare Resultate gibt es nicht. Noch übler erging es der versprochenen Vereinfachung des Steuersystems: Die zuständige Arbeitsgruppe der Koalition hat in vier Jahren keine einzige Sitzung abgehalten. Der Philosoph Peter Sloterdijk nennt das, was vor sich geht, eine «Lethargokratie».Ähnlich urteilt Franz Müntefering (73). Es ist Sonntagmorgen, der ehemalige SPD-Chef und einstige Vizekanzler frühstückt im Café Einstein unweit des Brandenburger Tores. Es ist sein letzter Sommer als Abgeordneter in Berlin. Im Herbst scheidet Müntefering aus dem Bundestag aus, über drei Jahrzehnte hat er dem Parlament angehört.

Der Sozialdemokrat blickt nicht nur auf eine ausserordentlich lange politische Laufbahn zurück. Er hat auch Erfahrungen gemacht, vor denen sich die meisten Politiker scheuen. Er hat zweimal grosse Reformen durchgesetzt, beide Male gegen massiven Widerstand. 2003 verhalf er Gerhard Schröders Agenda-Politik zum Erfolg; einige Jahre später, schon zu Zeiten der Grossen Koalition, verantwortete er als Arbeitsminister die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre.

Inzwischen werden diese Massnahmen von vielen Experten gelobt, dank ihnen sei Deutschland so gut unterwegs. Gedankt worden ist es Franz Müntefering nicht recht. Viele Sozialdemokraten fremdeln bis heute mit ihm. Wegen seiner Politik, glaubt der linke Parteiflügel, stecke die SPD in einer anhaltenden Krise. Dazu kommt, dass es bisher vor allem die CDU-Kanzlerin ist, die von den Früchten sozialdemokratischer Reformen profitiert. Müntefering nimmt es gelassen: «In der Politik läuft nicht immer alles fair», sagt er. So war es auch, als er zusammen mit Merkel regierte. Die Erhöhung des Rentenalters ist damals von CDU und SPD gemeinsam beschlossen worden. Doch als die Kanzlerin merkte, wie unpopulär der Schritt war, habe sie sich weggeduckt. «Sie hat mich damit ziemlich allein gelassen.» Müntefering spricht von einer «typischen Merkel-Reaktion», einem «Wesenszug», den man wohl nicht mehr ändern könne.

«Das ist der Vorwurf, den ich ihr mache: Sie löst die anstehenden Probleme nicht, sie verdrängt sie, steckt sie gewissermassen in Schubladen.» Für ihn, der in der Politik lange als harter Hund galt, ist die Zögerlichkeit der Regierungschefin fatal. Deutschland lebe von der Substanz – nicht nur, was die Infrastruktur betreffe, auch sozialpolitisch.

Dabei sei es die Aufgabe der Politik, in längeren Zeiträumen zu denken. «Wir müssen den Mut haben, die Dinge zu tun, die zu tun sind.» Das sei nicht immer einfach. Aber man dürfe die Menschen auch nicht unterschätzen. Sie seien durchaus zu Anstrengungen bereit. «Wenn man sich die Mühe macht, sie zu überzeugen.»

Er trainiert fürs Sportabzeichen

Das Croissant ist gegessen, der Kaffee ausgetrunken. Franz Müntefering spricht noch eine Weile darüber, was er nach seiner Zeit als Spitzenpolitiker gerne tun möchte. Er engagiert sich im Arbeiter-Samariter-Bund, sitzt im Stiftungsrat der Hospiz- und Palliativ-Stiftung. Zudem trainiert er fürs Sportabzeichen. Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft, mehrere Disziplinen. Es geht ihm darum, in Bewegung zu bleiben. Dann verabschiedet sich Angela Merkels ehemaliger Stellvertreter. Franz Müntefering hat in Berlin noch etwas zu tun: Er räumt gerade sein Büro. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 22.08.2013, 09:26 Uhr

Unterwegs in Deutschland

Serie vor der Bundestagswahl:
Deutschland wählt am 22. September 2013 einen neuen Bundestag. Wie gehts dem Land? Wie tickt es? Was sind die Probleme und Sorgen? Was die Freuden und Hoffnungen? «TA»-Korrespondent David Nauer und Fotografin Doris Fanconi sind zwei Wochen quer durch die Republik gereist. Die Eindrücke und Einsichten dieser Reise erscheinen ab heute in einer grossen dreiteiligen Deutschland-Reportage.
Teil 1: Merkels Märchenrepublik
(Neuschwanstein, Stuttgart, Berlin)
Teil 2: Aufbruch im Osten
(Halle an der Saale, Leipzig)
Erscheint am 24. August
Teil 3: Autos, Spanier, Windräder
(Wolfsbrug, Schwäbisch Hall, Helgoland)
Erscheint am 28. August

Vielfältig: Was Deutsche sich wünschen. (Video: Doris Fanconi)

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