Rotes Kreuz sucht Weg aus der Ukraine-Krise

Diplomatie in humanitärer Mission: IKRK-Präsident Maurer will helfen, wo zu helfen ist. Putin sichert seine Unterstützung zu.

Keine Schuldigen suchen: Peter Maurer (l.) und Wladimir Putin zusammen mit Mitarbeitern in der Residenz Novo-Ogaryovo bei Moskau. (24. Februar 2015)

Keine Schuldigen suchen: Peter Maurer (l.) und Wladimir Putin zusammen mit Mitarbeitern in der Residenz Novo-Ogaryovo bei Moskau. (24. Februar 2015) Bild: Keystone

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Russland hat dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) seine Unterstützung für humanitäre Hilfe in der Ostukraine zugesichert. Dies ist das Resultat von Gesprächen von IKRK-Präsident Peter Maurer mit Präsident Putin und Aussenminister Sergej Lawrow in Moskau.

Im Interview mit der Sendung «Echo der Zeit» von Radio SRF sagte Maurer, Ziel sei die Erfüllung des IKRK-Mandats. «Wir suchen Unterstützung für eine humanitäre Aktion. Sie wurde mir hier in Moskau klar zugesichert.»

«Raum für unabhängige humanitäre Hilfe»

Das IKRK hoffe, dass das Friedensabkommen von Minsk eingehalten, umgesetzt und konkretisiert werde. Die Organisation sei bereit, alles für die Umsetzung der humanitären Aspekte des Abkommens zu tun.

Die Gespräche in dieser Woche seien stark darauf fokussiert zu definieren, wie die humanitäre Hilfe ausgedehnt werden kann. «Natürlich hoffen wir, dass die anderen Aspekte des Abkommens von Minsk ebenfalls umgesetzt werden. So gibt es Raum für unabhängige humanitäre Hilfe», sagte Maurer.

Die grössten Schwierigkeiten des IKRK stellten die Sicherheit, der Zugang zur Bevölkerung nahe der Frontlinie und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts dar. «Alle Konfliktparteien haben dieses Recht mannigfaltig verletzt», sagte der IKRK-Präsident.

Die elementaren Regeln des Einsatzes von Waffengewalt in dicht besiedelten Gebieten gegen die Zivilbevölkerung seien nicht beachtet worden. «Nun wollen wir alles daran setzen, dass all jene, die Einfluss auf die Konfliktparteien haben, diesen auch ausüben und sich damit die Bedingungen für die humanitäre Arbeit verbessern», sagte Maurer. (spu/sda)

Erstellt: 25.02.2015, 20:02 Uhr

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