Rumäniens Präsident besucht wütende Protestler

Die Bevölkerung Rumäniens trägt die Wut über den Disco-Brand mit 45 Toten weiterhin auf die Strassen. Präsident Klaus Johannis bat die Demonstranten um Hilfe.

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Nach dem verheerenden Brand in einer Diskothek in Bukarest hat der rumänische Präsident Klaus Johannis Demonstranten gegen Korruption und Missstände in den Behörden um Unterstützung für Reformen in dem Land gebeten.

Seit dem Unglück mit inzwischen 45 Toten vor rund einer Woche finden auf dem Universitätsplatz in Bukarest heftige Strassenproteste statt, die sich gegen das Versagen der Behörden und gegen Korruption in Rumänien richten. Die Demonstranten empfingen Präsident Klaus Johannis bei seinem Besuch mit Pfiffen und Slogans.

«Wir schaffen den Wandel nur gemeinsam»

Die Demonstranten verlangen einen «tiefgreifenden Wandel» in Rumänien. Johannis rief den mehreren hundert Demonstranten zu: «Nur zusammen können wir diesen Wandel schaffen, weder ihr allein schafft das, noch ich allein.»

Tausende Rumänen sind seit dem Brand auf die Strasse gegangen, um ihre Wut über die offenbar mangelhaften Brandschutzvorkehrungen in der Diskothek, über Korruption und Missstände in den Behörden zum Ausdruck zu bringen.

Auch Johannis hatte nach dem folgenschweren Brand eine «Inkompetenz der Behörden» angeprangert und ein Ende der Korruption gefordert. Nach den Massenprotesten war Ministerpräsident Victor Ponta am Mittwoch zurückgetreten. (chk/sda)

Erstellt: 09.11.2015, 03:02 Uhr

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