Sarkozy steht kurz vor seinem grossen Sieg

Nach wochenlangen heftigen Protesten soll das französische Parlament heute die Rentenreform gutheissen. Für den Präsidenten wäre das Votum ein grosser Erfolg.

Nur noch wenige Stunden bis zu seinem Triumph: Nicolas Sarkozy (Archivbild).

Nur noch wenige Stunden bis zu seinem Triumph: Nicolas Sarkozy (Archivbild).

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Die umstrittene Rentenreform in Frankreich soll am heutigen Mittwoch ihre letzte Hürde nehmen. Es wurde erwartet, dass die Nationalversammlung dem Gesetz am Nachmittag ihre Zustimmung gibt. Dann fehlt nur noch die Unterschrift von Präsident Nicolas Sarkozy, mit der Mitte November gerechnet wird, damit die Reform in Kraft treten kann. Sie sieht unter anderem eine Erhöhung des Rentenalters von 60 auf 62 Jahre vor.

Derweil zeichnet sich an der Streikfront in den letzten zwei Tagen eine allmähliche Entspannung an der Streikfront ab. In Marseille nahmen Mitarbeiter der Strassenreinigung nach zweiwöchigem Ausstand am Dienstag ihre Arbeit wieder auf, in drei bestreikten Ölraffinerien wurde das Ende der Arbeitsniederlegung beschlossen. Andere Gewerkschaftsvertreter geben sich jedoch weiter kämpferisch - sie wollen den Protest gegen die Rentenreform unvermindert fortführen. Auch die Studenten protestieren weiter.

Die Reform sieht vor, dass es die volle Rente künftig frühestens mit 62 Jahren statt wie bisher mit 60 Jahren geben. Wer nicht lange genug Beiträge gezahlt hat, wird erst mit 67 in den Ruhestand gehen können. (oku/dapd)

Erstellt: 27.10.2010, 11:30 Uhr

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