Separatisten geben Finanzhilfe aus Moskau zu

Jetzt ist es offiziell: Moskau finanziert die Separatistengebiete in der Ostukraine. Kiew hält sich derweil mit massiven Goldverkäufen über Wasser.

Die ukrainische Regierung hat alle Zahlungen in die Separatistengebiete eingestellt: Eine Schule in Donezk. (18. November 2014) Bild: AFP

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Die von den prorussischen Separatisten ausgerufenen Volksrepubliken in Donezk und Luhansk werden laut einem Rebellen-Funktionär stark von Russland finanziert. «Uns hilft die russische Föderation», sagte der Verwaltungschef von Donezk, Igor Martinow.

Donezk erhalte «nicht nur ein bisschen Geld, sondern viel», sagte Martinow der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Russland zahle etwa die Kosten der städtischen Dienste, des Nahverkehrs und der Schulen. Auch Renten- und Sozialleistungen würden aus Russland geleistet. Die Verwaltung in Donezk könne nur etwa 20 Prozent des Finanzbedarfs aus eigenen Einnahmen decken. Konkrete Zahlen nannte Martinow nicht.

Die ukrainische Regierung hatte nach den nicht anerkannten Wahlen in den Separatistengebieten Anfang November alle Zahlungen in die von den Milizen kontrollierten Gebiete eingestellt. Die Ukraine und der Westen werfen Russland vor, die Separatisten auch mit Soldaten und Waffen zu unterstützen. Die Führung in Moskau bestreitet das.

Ein Drittel der Goldreserven verkauft

Die wirtschaftlich schwer angeschlagene Ukraine hat derweil nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Oktober mehr als ein Drittel ihrer Goldreserven verkauft. Am Ende des Monats verfügte das Land noch über 26 Tonnen Gold, 14 Tonnen weniger als im September. 14 Tonnen Gold sind derzeit etwa 500 Millionen Franken wert.

Die Ukraine steht am Rande der Staatspleite. Sie ist abhängig von ausländischen Krediten und schuldet Russland noch eine erhebliche Summe für Erdgaslieferungen. Die Landeswährung hat zum Dollar in diesem Jahr bereits mehr als 80 Prozent an Wert verloren. (ldc/sda)

Erstellt: 21.11.2014, 10:32 Uhr

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