Terror-Alarm in Frankreich

Die Furcht vor einem Terroranschlag steht in Frankreich auf einem neuen Höhepunkt. Eine Organisation fürchten die Behörden besonders.

Fehlalarm: Evakuierung auf dem Eiffelturm am 14. September wegen einer Bombendrohung.

Fehlalarm: Evakuierung auf dem Eiffelturm am 14. September wegen einer Bombendrohung. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Furcht der französischen Behörden vor einem Terroranschlag hat laut dem nationalen Polizeichef einen Höhepunkt erreicht.

Die grösste Bedrohung gehe vom nordafrikanische Zweig des Terrorornetzwerks al-Qaida aus, sagte Frédéric Péchenard am Mittwoch dem Radiosender Europe 1. Berichte über einen bevorstehenden Anschlag von Selbstmordattentäterinnen auf die Pariser Metro am vergangenen Donnerstag seien aber «nicht so glaubwürdig» gewesen.

Bombenanschlag von al-Qaida wird befürchtet

Trotzdem habe die Alarmstufe ihr Maximum erreicht. Al-Qaida plane womöglich einen Bombenanschlag auf einen belebten Ort. Die Möglichkeiten zu einem atomaren oder biologischen Angriff fehlten der Gruppe aber wahrscheinlich.

Al-Qaida im Maghreb hat bereits die Verantwortung für die Entführung von sieben Menschen vergangene Woche in Niger übernommen, fünf davon sind Franzosen.

(mrs/dapd)

Erstellt: 22.09.2010, 14:49 Uhr

Frankreich nimmt Bekenntnis ernst

Die französische Regierung hält das Bekenntnis der Terrororganisation al-Qaida zu der Entführung von fünf Franzosen im Niger für echt.

Das Aussenministerium in Paris bezeichnete am Mittwoch das von dem arabischen Fernsehsender al-Jazeera verbreitete Bekennervideo als «authentisch». Staatspräsident Nicolas Sarkozy zeigte sich «extrem besorgt» und versicherte, alle Kräfte zur Befreiung der Geiseln seien mobilisiert. Fünf Franzosen sowie zwei Afrikaner, die fast alle für den französischen Atomkonzern Areva und eine Subfirma arbeiteten, waren vergangene Woche im Norden des Niger verschleppt worden. Inzwischen wurden sie vermutlich in das benachbarte Mali gebracht.

Der nordafrikanische Arm von al-Qaida (Aqmi) hatte zuletzt im Juli einen im Niger verschleppten, 78-jährigen Franzosen ermordet, nachdem bei einem mauretanisch-französischen Militäreinsatz mindestens sechs al-Qaida-Anhänger getötet worden waren. Die Terrororganisation drohte danach mit weiteren Racheakten gegen Frankreich und Franzosen in der Region.

Artikel zum Thema

Bombenalarm auf dem Eiffelturm

In der Nacht sind das Pariser Wahrzeichen und eine Metrostation geräumt worden. Die Polizei hat nichts gefunden – bleibt aber wegen des neu beschlossenen Schleierverbots in Alarmbereitschaft. Mehr...

Blogs

Sweet Home So wird Ihr Alltag eleganter

Von Kopf bis Fuss Weg mit den Augenringen!

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sie wollen täglich die besten Beiträge aus der Redaktion?
Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter «Der Morgen».

Die Welt in Bildern

Kunst-Blumen: Zum Valentinstag schenkt Banksy der Stadt Bristol eine neues Werk. Das Blumen werfende Mädchen schmückt eine Wand im Stadtteil Barton Hill. (14. Februar 2020)
(Bild: Finnbarr Webster) Mehr...