Tschetschenien lässt auf russische Soldaten schiessen

Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow erteilte einen Schiessbefehl gegen russische Eindringlinge. Für Moskau ist das «inakzeptabel».

«Wenn ein Soldat auf Eurem Territorium erscheint, schiesst um zu töten»: Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow. (Archivbild)

«Wenn ein Soldat auf Eurem Territorium erscheint, schiesst um zu töten»: Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow. (Archivbild) Bild: Keystone

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Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow hat Schiessbefehl gegen jeden russischen Soldaten erteilt, der sich unerlaubt in der Kaukasusrepublik aufhält. Der tschetschenische Sender Grosny TV zeigte am Donnerstag ein entsprechendes Video.

Es zeigt Kadyrow offenbar bei einer Ansprache vor Spezialkräften seines Landes. Darin sagt er: «Ich stelle offiziell fest: Wenn (ein Soldat) ohne Genehmigung auf Eurem Territorium erscheint, komme er nun aus Moskau oder Stawropol, schiesst um zu töten.»

Die tschetschenischen Sicherheitskräfte hätten schliesslich auch nicht das Recht, gegen Extremisten im benachbarten Inguschetien vorzugehen, sagte Kadyrow. «Wenn man Herr seines Territoriums ist, muss man darüber wachen», mahnte das Oberhaupt der Kaukasusrepublik.

Das russische Innenministerium kritisierte die Äusserungen als «inakzeptabel». Der Sprecher von Russlands Staatschef Wladimir Putin wollte nicht näher darauf eingehen. «Wir haben es gesehen. Wir haben es gehört. Wir haben es gelesen. Ich werde keinen Kommentar dazu abgeben», sagte Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Kadyrow wurde von Putin 2007 als tschetschenisches Oberhaupt eingesetzt und regiert seitdem mit eiserner Faust. Er half dem Kreml, den Aufstand islamistischer Kämpfer in der Kaukasusrepublik niederzuschlagen. In jüngster Zeit forderte Kadyrow Putins Regierung jedoch wiederholt heraus. (chk/sda)

Erstellt: 24.04.2015, 05:49 Uhr

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