Tumulte bei AKP-Event in Wiener Bezirk

Zwei deutsche Städte haben Wahlkampfveranstaltungen von türkischen Politikern untersagt. In Wien-Ottakring hat eine stattgefunden; die Organisatoren reagierten gereizt.

Wahlkampf mit Hindernissen: Mit diesem Plakat warb Sevki Yilmaz für ein Ja zur Verfassungsreform. (Foto: Facebook)

Wahlkampf mit Hindernissen: Mit diesem Plakat warb Sevki Yilmaz für ein Ja zur Verfassungsreform. (Foto: Facebook)

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Während letzte Woche zwei deutsche Städte Veranstaltungen mit türkischen Spitzenpolitikern kurzfristig abgesagt hatten, fand am Sonntagnachmittag in Wien-Ottakring eben eine solche statt – und endete mit einem Polizeieinsatz.

Für 13 Uhr war eine Rede von Sevki Yilmaz angekündigt: Der ehemalige türkische Abgeordnete der islamistischen Refah-Partei sollte für ein Ja zur Verfassung werben, die den türkischen Präsident Erdogan mit umfassender Macht ausstatten soll. Refah ist die Vorgängerpartei von Erdogans AKP.

Journalisten, die über die Veranstaltung berichten wollten, wurden nicht in den Saal gelassen. «Ein ORF-Team wurde beschimpft und hinauskomplimentiert», berichtet ein Augenzeuge. Draussen eskalierte der Streit, die Polizei schritt ein. Der Verfassungsschutz prüft den Sachverhalt.

Türkischer Wirtschaftsminister in Köln

In Köln und Leverkusen fand der türkische Minister Nihat Zeybekci trotz den Absagen Gelegenheit für zwei Auftritte: Zuerst trat er bei einer Kulturveranstaltung in Leverkusen auf, bei der an einen verstorbenen türkischen Musiker erinnert werden sollte. Danach warb er in Köln für die Politik von Staatspräsident Erdogan. Die Stadt Köln konnte den Auftritt Zeybekcis nicht verhindern, wie die «Huffington Post» schreibt. Gemäss der Oberbürgermeisterin Henriette Reker handle es sich bei dem Auftritt des Ministers um eine Veranstaltung in einem privaten Hotel. Er brauche daher keine Genehmigung der Stadt.

Übernommen von heute.at. Bearbeitet von Newsexpress. (nxp/nag)

Erstellt: 06.03.2017, 07:25 Uhr

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