USA verschärfen Sanktionen gegen Russland

Washington und Brüssel koordinieren das Vorgehen in der Ukraine-Krise. Nach EU-Angaben sollen 24 Personen und 6 Unternehmen betroffen sein.

Hat die neuen Sanktionen angekündigt: US-Präsident Barack Obama. (Archiv)

Hat die neuen Sanktionen angekündigt: US-Präsident Barack Obama. (Archiv) Bild: Saul Loeb/AFP

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Die USA haben eine weitere Verschärfung ihrer Sanktionen gegen Russland in der Ukraine-Krise angekündigt. «Wir werden die Sanktionen gegen Russlands Finanz-, Energie- und Rüstungssektoren vertiefen und ausweiten», teilte US-Präsident Barack Obama in Washington mit.

Die Einzelheiten der mit der Europäischen Union koordinierten Strafmassnahmen sollen demnach am Freitag bekanntgegeben werden.

EU setzt Sanktionen morgen in Kraft

Wegen des Ukraine-Konfliktes vereinbarte die Europäische Union bereits am Montag neue Wirtschaftssanktionen gegen 24 konkrete Personen und sechs russische Unternehmen. Die EU-Botschafter haben nun beschlossen, die Sanktionen am Freitag in Kraft treten zu lassen.

Ein Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin kündigte Gegenreaktionen an. Die Nato warf Russland vor, im Osten der Ukraine weiter rund tausend Soldaten im Einsatz zu haben.

Die EU-Staaten hatten die Inkraftsetzung des Sanktionspakets angesichts der vereinbarten Waffenruhe in der Ostukraine zunächst aufgeschoben. Durch die Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am Freitag werden die neuen Strafmassnahmen nun wirksam.

24 neue Namen

Auf die Liste der von Sanktionen betroffenen Persönlichkeiten werden 24 neue Namen aufgenommen, so dass dann insgesamt 119 Personen betroffen sind. Unter den Neuaufnahmen seien «Führungspersönlichkeiten aus dem Donbass-Becken, die Regierungsmitglieder von der Krim sowie Entscheidungsträger und Oligarchen aus Russland», teilte die EU mit. Die Guthaben von 23 Körperschaften in der EU bleiben eingefroren.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy stellte in Aussicht, dass die Sanktionsbeschlüsse Ende September im Lichte der Bemühungen um eine Friedenslösung für den Osten der Ukraine überprüft werden.

Die Wirtschaftssanktionen zielen darüber hinaus darauf ab, neue Kredite aus der EU für drei russische Rüstungsunternehmen und drei russische Energiekonzerne zu unterbinden. Die betroffenen Energiekonzerne sind die Öl-Gesellschaften Rosneft und Transneft sowie die Ölsparte des Energieriesen Gazprom. (mw/AFP)

Erstellt: 11.09.2014, 19:28 Uhr

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