Zypern erlaubt wieder Überweisungen

Zyprioten dürfen immer noch nicht mehr als 300 Euro täglich von der Bank abheben. Die Angst vor einer Kapitalflucht besteht nach wie vor. Gewisse Beschränkungen wurden jedoch gelockert.

Land in der Krise: Zypriotische Bankangestellte während einer Demonstration gegen die Sparmassnahmen. (4. April 2013)

Land in der Krise: Zypriotische Bankangestellte während einer Demonstration gegen die Sparmassnahmen. (4. April 2013)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Wegen der nach wie vor bestehenden Liquiditätsengpässe auf der Insel und der Gefahr von weiteren Kapitalabflüssen halten sich die Erleichterungen aber in engen Grenzen.

Neu ist, dass nun Überweisungen von einer Bank zu einer anderen ohne Begründung in begrenztem Umfang erlaubt sind. Konkret dürfen natürliche Personen bis zu 2000 Euro und juristische Personen bis zu 10'000 Euro im Monat auf eine andere Bank transferieren. Die am Abend erlassene Verordnung gilt für sieben Tage.

Gebrauch von Schecks erlaubt

Erlaubt sind nach wie vor Überweisungen bis zu 25'000 Euro pro Tag und Konto innerhalb Zyperns und Auslandsüberweisungen bis 5000 Euro für geschäftliche Zwecke. Das Limit für Bargeldabhebungen liegt weiterhin bei 300 Euro pro Person und Bank.

Ausserdem wird bis zu einer Grenze von 9000 Euro der Gebrauch von Schecks erlaubt - sie dürfen allerdings weiterhin nicht eingelöst werden. (kle/sda)

Erstellt: 06.04.2013, 12:49 Uhr

Bildstrecke

Zypern in der Krise

Zypern in der Krise Nach tagelangen Verhandlungen hat sich die zypriotische Regierung mit ihren internationalen Geldgebern auf ein milliardenschweres Hilfsprogramm geeinigt.

Artikel zum Thema

Mit der Lösung der Zypern-Frage zum EU-Beitritt

Die türkische Regierung hält das momentane diplomatische Klima für günstig, um die politische Spaltung Zyperns zu überwinden – und damit auch die europäische Integration der Türkei voranzutreiben. Mehr...

Finanzminister stolpert über Zyperns Beinahe-Bankrott

Das überschuldete Zypern kommt nicht zur Ruhe: Nun nimmt der Finanzminister Michalis Sarris den Hut. Er hatte das umstrittene Rettungspaket mit ausgehandelt. Sein Nachfolger ist bereits bestimmt. Mehr...

Trübe Aussichten für Schweizer Industrie

Aus Verunsicherung wegen der Zypern-Krise kaufen Schweizer Unternehmen weniger ein. Erstmals seit letztem Dezember fällt der Einkaufsmanagerindex aus der Wachstumszone. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sonntags bis freitags ab 7 Uhr die besten Beiträge aus der Redaktion.
Newsletter «Der Morgen» jetzt abonnieren.

Kommentare

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Die Welt in Bildern

Kampf gegen Rassismus: Ein Demonstrant protestiert gegen die Kundgebung «Liberty of Death», eine Versammlung von Rechtskonservativen vor der Seattle City Hall in Seattle, Washington. (18. August 2018)
(Bild: Karen Ducey/AFP/Getty) Mehr...