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«Ähnliche Vorfälle hat es in der Geschichte immer wieder gegeben»

Nach seiner Zwischenlandung in Wien schäumt Boliviens Präsident Evo Morales vor Wut. Politologe Dieter Ruloff über die Hintergründe und möglichen Konsequenzen des Vorfalls.

Der Grüne Hans-Christian Ströbele traf sich Ende Oktober mit Whistleblower Edward Snowden. Aber viele EU-Abgeordnete fürchten sich vor dem Zorn der USA.
Der Grüne Hans-Christian Ströbele traf sich Ende Oktober mit Whistleblower Edward Snowden. Aber viele EU-Abgeordnete fürchten sich vor dem Zorn der USA.
Hans-Christian Ströbele Office, Keystone
Floh nach seinen Enthüllungen nach Russland: Edward Snowden, hier noch in Hongkong. (9. Juni 2013)
Floh nach seinen Enthüllungen nach Russland: Edward Snowden, hier noch in Hongkong. (9. Juni 2013)
Keystone
An ihn wandte sich der 29-Jährige mit seinen brisanten Informationen: Glenn Greenwald, Journalist des britischen «Guardian», gibt selber ein Interview. (10. Juni 2013)
An ihn wandte sich der 29-Jährige mit seinen brisanten Informationen: Glenn Greenwald, Journalist des britischen «Guardian», gibt selber ein Interview. (10. Juni 2013)
Keystone
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Spanien, Portugal und Frankreich sollen der Maschine von Boliviens Präsident Evo Morales das Überflugrecht über ihre Länder nicht erteilt haben. Das erscheint auf den ersten Blick recht ungewöhnlich. Was ist von dieser Angelegenheit zu halten? Gegenüber Morales ist es zwar eine unfreundliche Handlung – es ist aber keinesfalls ungewöhnlich. Die drei Länder sind souverän und können damit jederzeit das Überflugrecht verweigern – auch ohne jegliche Angabe von Gründen. Üblicherweise muss sich ein Flugzeug im Voraus anmelden, um den Luftraum eines Landes durchfliegen zu können – das hat Morales eventuell versäumt. Was man aber wohl sagen kann: Die USA stecken hinter dem Vorfall, sie haben ihre Nato-Partner in Europa wohl um einen Gefallen gebeten. Was Österreich angeht, war man dort sicher froh, Edward Snowden letztendlich nicht an Bord der Maschine gefunden zu haben.

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