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AKK wird am 24. Februar Vorschlag für Nachfolge machen

Die scheidende CDU-Parteichefin Kramp-Karrenbauer teilt via Sachsens Ministerpräsident Kretschmer mit, wie es nach ihrem Rücktritt nun weitergeht.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer will in zehn Tagen ankündigen, wie die Suche nach einem Parteivorsitzenden und einem Unions-Kanzlerkandidaten weitergehen soll. «Sie wird uns am 24. Februar einen Vorschlag machen», sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer dem Magazin «Focus». Dies wurde auch in CDU-Kreisen bestätigt. Kramp-Karrenbauer hatte im Reuters-Interview angekündigt, dass sie die drei potenziellen Kandidaten für die Posten kommende Woche zu Gesprächen einlädt. Vom Ergebnis dieser Beratungen werde dann abhängen, was genau sie am 24. Februar ankündigen könne, hiess es.

Gehandelt werden für die Aufgabe Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn. Spahn und Merz haben bereits Interesse signalisiert, Laschet vor allem zur Geschlossenheit der Partei aufgerufen. Derzeit gilt in der CDU nach Angaben mehrerer mit dem Prozess vertrauter Personen als unklar, ob es hinter den Kulissen zu einer Verständigung kommt, wer zurückstecken wird. Etliche CDU-Politiker hatten nach den Erfahrungen aus dem Jahr 2018, als sich drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz bewarben, vor einer erneuten Kampfkandidatur gewarnt.

Merkel will Prozess begleiten

Als sicher gilt derzeit, dass eine Entscheidung zumindest über den Parteivorsitz nicht erst im Dezember auf dem regulären CDU-Parteitag fallen wird. «Ich würde den Parteitag im Herbst so organisieren, dass dort eine Wahl für den Parteivorsitz stattfindet. Im Anschluss wird dann mit der CSU über die Kanzlerkandidatur beraten», sagte Sachsens Ministerpräsident Kretschmer. Andere hatte einen Sonderparteitag bereits im Mai beziehungsweise vor der Sommerpause ins Gespräch gebracht.

Kramp-Karrenbauer hatte angekündigt, dass sie auf eine Kanzlerkandidatur verzichtet und nach einer Entscheidung der Partei dann auch als Parteivorsitzende abtreten wolle. Beide Ämter gehörten in eine Hand. Bis dahin will sie den Prozess aber organisieren. Kanzlerin Angela Merkel hatte erklärt, diesen Prozess mit Kramp-Karrenbauer begleiten zu wollen.

REUTERS/sep

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