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«An Assange wird ein Exempel statuiert»

Der Vergewaltigungsvorwurf zweier Schwedinnen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange ist juristisch komplex. TA-Korrespondent Bruno Kaufmann erklärt im Interview die Eigenheiten des schwedischen Sexualstrafrechts.

Beteuert, dass der Sex einvernehmlich war: Julian Assange auf dem Balkon von Ecuadors Botschaft in London. (Archivbild)
Beteuert, dass der Sex einvernehmlich war: Julian Assange auf dem Balkon von Ecuadors Botschaft in London. (Archivbild)
Frank Augstein, Keystone
Die schwedische Staatsanwältin Marianne Ny führt die Strafuntersuchung gegen Julian Assange, der unter Vergewaltigungsverdacht steht.
Die schwedische Staatsanwältin Marianne Ny führt die Strafuntersuchung gegen Julian Assange, der unter Vergewaltigungsverdacht steht.
Keystone
Am 7. Dezember 2010 wird Assange in London verhaftet. Er sass mehrere Tage in Untersuchungshaft.
Am 7. Dezember 2010 wird Assange in London verhaftet. Er sass mehrere Tage in Untersuchungshaft.
Reuters
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Das schwedische Sexualstrafrecht scheint sehr streng zu sein, für einige unverhältnismässig. Was meinen Kommentatoren in Schweden aktuell dazu? In Schweden besteht ein weitgehender Konsens zur Schärfe des Gesetzes. Der Trend geht zu einer noch weiteren Verschärfung. In der Praxis ist es oft aber schwer, den Gesetzesbuchstaben umzusetzen. Der mögliche Assange-Prozess wird deshalb zu einem Test für die strenge schwedische Gesetzgebung und die Justiz.

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