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«Angies Thron wackelt»

Deutschlands Grüne sehen das schlechte CSU-Ergebnis in Bayern auch als Schlappe für die Grosse Koalition und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

«Angies Thron wackelt», meinte Grünen-Vorsitzende Claudia Roth am Montag in Berlin. Die Koalition habe eins «auf den Deckel bekommen». Die Grünen empfänden das Ergebnis als Rückenwind für die Bundestagswahl 2009, die noch längst nicht entschieden sei.

Werben für die Ampelkoalition

Mit Blick auf die Regierungsbildung in München appellierten Roth und der bayerische Spitzenkandidat Sepp Daxenberger an die FDP, sich an einem Viererbündnis zur Entmachtung der CSU zu beteiligen, statt mit dieser zu koalieren. «Wer mit der CSU ins Bett geht, läuft Gefahr, in den Abwärtsstrudel gezogen zu werden», sagte Daxenberger. Auf Landesebene hätten Grüne und FDP viele Gemeinsamkeiten.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Jürgen Trittin, hatte zuvor schon gesagt, er halte eine christlich-liberale Koalition auf Bundesebene nach der Bundestagswahl für unwahrscheinlich. «Eine schwarz-gelbe Mehrheit in Deutschland ist nicht in Sicht», erklärte Trittin. Auch er plädierte dafür, in Bayern eine Mehrheit «jenseits der CSU» auszuloten.

«Der schärfste Kontrast zu schwarz ist bunt»

Es sei «nicht die CSU, die mit solchen Verlusten noch definieren kann, was ein ‹Bürgerliches Lager› ist», erklärte der frühere Umweltminister. «SPD, FDP und Freie Wähler sind nun aufgefordert, mit den Grünen Möglichkeiten zur Mehrheitsbildung jenseits der CSU auszuloten... Der schärfste Kontrast zu schwarz ist bunt.» Der Frust des Wählers über die Grosse Koalition treffe Union wie SPD. «Es lohnt sich, um eine Mehrheit jenseits von Schwarz-Gelb und einer Grossen Koalition zu kämpfen», sagte Trittin.

AP/cpm

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