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Anschlag zerstört Amsterdamer Gerichtsgebäude

Unbekannte Täter haben den Gerichtshof in der niederländischen Hauptstadt mit einem «Projektil» beschossen. Es handelt sich um das Gebäude, in dem der Prozess gegen Geert Wilders stattgefunden hatte.

Der Anschlag wurde offenbar mit einer Granate verübt: Das zerstörte Gerichtsgebäude in Amsterdam.
Der Anschlag wurde offenbar mit einer Granate verübt: Das zerstörte Gerichtsgebäude in Amsterdam.
Reuters

Mit einem Explosivgeschoss haben unbekannte Täter einen Anschlag auf den Gerichtshof in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam verübt. Das Gebäude wurde in der Nacht auf heute Mittwoch durch ein «Projektil» getroffen und teils erheblich beschädigt, teilte Justizminister Ivo Opstelten mit.

Er sprach von einem «Anschlag auf den Rechtsstaat», jedoch nicht von Terrorismus. Verletzt wurde niemand. Die Polizei fahnde nach zwei Männern, teilte ein Sprecher mit. Einzelheiten zu den Verdächtigen nannte er zunächst keine.

Unklarheit über Täterschaft

Der Amsterdamer Fernsehsender AT5 berichtete, Augenzeugen hätten zwei Personen beschrieben, die nach der Explosion auf einem Motorroller geflüchtet seien. Gerichtssprecherin Polly van Rijn sagte, Wachleute hätten gegen 2.30 Uhr «einen enormen Knall gehört». Die Behörden würden «alles in ihren Kräften stehende tun, um die Hintergründe des Anschlags aufzuklären und die Täter zu verhaften, sagte Justizminister Opstelten. Vorerst sei aber unklar, wer tatsächlich dahinterstecke.

In dem betroffenen Gebäudeteil befinden sich mehrere Büros der Amsterdamer Staatsanwaltschaft. Vor allem würden dort aber verwaltungsrechtliche Fälle behandelt, sagte van Rijn. Die Explosion zerbrach unter anderem zahlreiche Fenster in mehreren Stockwerken. Trotz der Schäden und ungeachtet der laufenden Untersuchungen konnten heute die geplanten Sitzungen in dem Gerichtshof stattfinden.

(SDA)

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