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Assanges Internet-Zugang ist gekappt worden

Der Wikileaks-Gründer ist vom Internet abgeschnitten worden. Ein staatlicher Akteur soll dafür verantwortlich sein.

Kein Netzzugang mehr: Julian Assange äussert sich in einer Videokonferenz in Berlin. (4. Oktober 2016)
Kein Netzzugang mehr: Julian Assange äussert sich in einer Videokonferenz in Berlin. (4. Oktober 2016)
Markus Schreiber (AP)

Der Netzzugang von Julian Assange sei gekappt, teilte die Enthüllungsplattform am Montag mit. Sie machte einen nicht genannten staatlichen Akteur dafür verantwortlich. Anrufe, E-Mails und Textbotschaften an den Australier wurden zunächst nicht beantwortet.

Assange befindet sich seit mehr als vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London, weil er sich eine Auslieferung an Schweden verhindern will. Dort wird gegen ihn wegen Vergewaltigung ermittelt. Die Londoner Polizei und Ecuadors Aussenminister Guillaume Long wollten sich nicht äussern. Die Botschaft erklärte auf Anruf, sie könne keine Informationen weitergeben.

Die Befürchtungen von Assange

Wikileaks veröffentlicht Geheimdokumente, die nach Meinung der Betreiber von öffentlichem Interesse sind. Zuletzt sorgte die Plattform mit E-Mails für Aufsehen, die aus einem Hacker-Angriff auf das Konto von John Podesta stammen sollen, dem Wahlkampfleiter der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Assange hat sich kritisch zu Clinton geäussert und angekündigt, sie mit Enthüllungen blosszustellen. Er fürchtet nach eigenen Angaben, von Schweden an die USA überstellt zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats droht.

SDA/fal

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