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Athen billigt homosexuelle Partnerschaft

Gleichgeschlechtliche Paare können sich in Griechenland eintragen lassen. Als einer der letzten EU-Staaten hat das Land dies nun gesetzlich ermöglicht.

afo
«Liebe ist Liebe»: Vor dem griechischen Parlament demonstrieren einige Hundert Menschen dafür, dass die gleichgeschlechtliche Partnerschaft gesetztlich anerkannt wird. (22. Dezember 2015)
«Liebe ist Liebe»: Vor dem griechischen Parlament demonstrieren einige Hundert Menschen dafür, dass die gleichgeschlechtliche Partnerschaft gesetztlich anerkannt wird. (22. Dezember 2015)
Petros Giannakouris, Keystone

Ein Gesetz wurde nach einer langen nächtlichen Debatte am Morgen des 23. Dezembers vom griechischen Parlament mehrheitlich gebilligt. Somit ermöglicht Griechenland als einer der letzten EU-Staaten gesetzlich die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare.

Für das Gesetz stimmten 193 von 249 anwesenden Abgeordneten, 56 Parlamentarier waren dagegen. Ministerpräsident Alexis Tsipras, der einer linksgeführten Regierung vorsteht, sprach von einem «wichtigen Tag für die Menschenrechte». Das Gesetz beende eine Praxis «der Rückständigkeit und der Schande».

«Liebe ist keine Sünde» (Twitter / Spyros Gkelis)

Griechenland war bislang einer der letzten Mitgliedstaaten der Europäischen Union, in denen Homosexuelle keine Lebenspartnerschaften schliessen konnten. Zwei im Jahr 2008 geschlossene Partnerschaften wurden ein Jahr später gerichtlich annulliert. Gegen das Gesetz stemmten sich vor allem die orthodoxen Kirchen und konservative Abgeordnete.

Vor dem Parlament demonstrierten während der Debatte einige Hundert Menschen die unter dem Motto «Liebe ist keine Sünde» für die Gewährung aller Rechte für Homosexuelle forderten. Gleichgeschlechtlichen Paaren wird aber die Adoption von Kindern weiterhin nicht erlaubt.

«Alle Familien sind gleich. Eine wunderschöne Menschenmenge vor dem Parlament», so eine Reaktion auf Twitter.

(SDA)

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