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Auf der Abschussliste

Elwira Nabiullina ist die Chefin der russischen Zentralbank. Um ihren Job ist die Ökonomin im Moment nicht zu beneiden.

MeinungVon Zita Affentranger
Landesverräterin, Verbrecherin oder Verschwenderin: Die Gegner von Elwira Nabiullina sparen nicht mit Kritik. Foto: Reuters
Landesverräterin, Verbrecherin oder Verschwenderin: Die Gegner von Elwira Nabiullina sparen nicht mit Kritik. Foto: Reuters

Sie hat einen Job, um den sie nun wirklich nicht zu beneiden ist: die Chefin der russischen Zentralbank. Der Rubel ist diese Woche im Sturzflug auf ein neues Rekordtief gefallen. Obwohl in Russland alle wissen, dass daran insbesondere der dramatisch tiefe Ölpreis und die fast komplette Abhängigkeit Russlands von Öl und Gas verantwortlich sind, schieben alle die Schuld an der Krise Elwira Nabiullina zu. Ihre Gegner im Parlament, in der Regierung und den Medien nennen sie abwechslungsweise eine Landesverräterin, eine Verbrecherin oder eine Verschwenderin. Sie sei die «teuerste Frau in der Geschichte Russlands», schimpfen etwa die Kommunisten und suggerieren damit, die 51-Jährige verprasse leichtfertig die sauer verdienten Devisenreserven des Landes. Dabei hat sie einfach kein Mittel gefunden, um den Rubel zu retten.

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