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Aus FN ausgeschlossen – Jean-Marie Le Pen plant eigene Bewegung

Le Pen gegen Le Pen: Nach seinem Rauswurf aus dem rechtsextremen Front National kündigt der Parteigründer ein neues Bündnis an.

Wird notfalls auch ausserhalb der Partei entstehen: Der 87-jährige Jean-Marie Le Pen
Wird notfalls auch ausserhalb der Partei entstehen: Der 87-jährige Jean-Marie Le Pen

Der aus dem französischen Front National (FN) ausgeschlossene Jean-Marie Le Pen will seine Anhänger in einem neuen Bündnis um sich scharen. Heissen soll dieses «Zusammenschluss Blau-Weiss-Rot».

«Wir werden im gleichen Sinne wie der FN handeln können, ohne ihm zwingend anzugehören», sagte er am Samstag gemäss einem Bericht des Onlineportals der Zeitung «Libération» in Marseille. Es gehe darum, den FN wieder in die Spur zu bringen.

Seine Tochter und Nachfolgerin an der Spitze des FN, Marine Le Pen, will der Rechtsaussen-Partei ein bürgerlicheres Image verschaffen. Sie hatte mit dem 87-jährigen Vater gebrochen, nachdem dieser erneut die Gaskammern der Nazis verharmlost hatte.

Gegenveranstaltung zu Front-National-Tagung

Nach monatelangem Streit schloss die Partei ihren Gründer und jahrzehntelangen Vorsitzenden am 20. August aus, doch der wehrt sich heftig dagegen. Am Samstag traf sich Jean-Marie Le Pen mit Anhängern, während der Front National einige Kilometer entfernt seine Sommeruniversität abhielt.

Le Pen rief dazu auf, die «Spaltung» der Partei zu überwinden. «Diese Hexenjagd muss aufhören», sagte er. Sein «Zusammenschluss Blau-Weiss-Rot» werde notfalls aber auch ausserhalb der Partei entstehen, sagte Le Pen nach Angaben der Zeitung «Le Figaro».

SDA/kko

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