Rechtsextreme greifen in Dresden Asylbefürworter an

In der ostdeutschen Stadt haben erste Flüchtlinge eine Zeltstadt bezogen. Etwa 200 Asylgegnern standen 350 Gegendemonstranten gegenüber.

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Im deutschen Dresden haben erste Flüchtlinge eine Zeltstadt bezogen. Etwa 200 Menschen empfingen die Flüchtlinge bei ihrer Ankunft am Freitag mit Applaus. Zuvor war es bei einer NPD-Demonstration gegen Asylbewerber zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.

Rechtsextreme hatten Gegendemonstranten angegriffen. Knallkörper explodierten, es flogen Wurfgeschosse. Drei Menschen wurden verletzt. Etwa 200 Asylgegnern standen 350 Gegendemonstranten gegenüber. Polizisten gingen dazwischen. Ein Protestteilnehmer sei «vorläufig festgenommen» worden, teilte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP mit.

Kurzfristig per Handzettel informiert

Die Ankunft der Flüchtlinge im Stadtteil Friedrichstadt verlief zunächst ohne Störungen. Eine Polizeikette drängte einige Rechtsextreme ab. Die sächsische Landeshauptstadt will bis zu 800 vor allem aus Syrien kommende Menschen in der Zeltstadt aufnehmen. Betreiber ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK).

Anwohner wurden kurzfristig per Handzettel über die Errichtung des Notlagers informiert. Nach Angaben der Landesdirektion nahm Sachsen im ersten Halbjahr 10'500 Asylbewerber auf, etwa drei mal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Dies habe die Ausweitung der Kapazitäten zur Erstaufnahme nötig gemacht. (hae/sda)

Erstellt: 25.07.2015, 07:18 Uhr

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