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Berlin feierte, Moskau schlief

Als vor 25 Jahren die Berliner Mauer fiel, sind die Mächtigen im Kreml nicht geweckt worden. Auch der sowjetische Botschafter in Ostberlin schlief in jener Nacht tief und fest. Zum Glück.

Historische Momente: Ostberliner klettern auf die Trennmauer beim Brandenburger Tor. (10. November 1989)
Historische Momente: Ostberliner klettern auf die Trennmauer beim Brandenburger Tor. (10. November 1989)
Reuters
Danach gab es kein Halten mehr: Ost- und Westberliner erklimmen die Mauer und feiern die Öffnung der Grenze. (9. November 1989)
Danach gab es kein Halten mehr: Ost- und Westberliner erklimmen die Mauer und feiern die Öffnung der Grenze. (9. November 1989)
Keystone
Ein Ostberliner Polizist arbeitet am 9. Oktober 1961 an der Berliner Mauer.
Ein Ostberliner Polizist arbeitet am 9. Oktober 1961 an der Berliner Mauer.
Keystone
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Es war die Nacht des Igor Maximy­tschew. Die Nummer 2 in der sowjetischen Botschaft in Ostberlin hatte vom 9. auf den 10. November 1989 Dienst. Noch heute kann er sich an das Geräusch jener Nacht erinnern. Es war gleichmässig und hielt bis weit nach 24 Uhr an: Tausende Ostdeutsche schritten an der Botschaft vorbei zum Brandenburger Tor – und damit in Richtung Westberlin. Die Botschaft lag ganz in der Nähe an der Paradestrasse Unter den Linden. Heute beherbergt das palastartige Gebäude mit Innenhof die russische Gesandtschaft.

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