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«Berlusconi wollte Ghadhafi betören»

Publizist Sergio Romano sagt, Italiens Premier habe Aussenpolitik als Verführung betrieben. Bei Ghadhafi ohne Erfolg.

Muammar al-Ghadhafi 2009 auf Staatsbesuch in Rom: An seiner Uniform trug der libysche Diktator das Bild des libyschen Freiheitskämpfers Mukhtar.
Muammar al-Ghadhafi 2009 auf Staatsbesuch in Rom: An seiner Uniform trug der libysche Diktator das Bild des libyschen Freiheitskämpfers Mukhtar.
Keystone

In der Geschichte Italiens spielt Libyen seit 1911 eine wichtige Rolle. Wie werden sich die aktuellen Unruhen auswirken? Die Krise des libyschen Regimes ist für Italien beunruhigend – auch wenn sie aus vielen anderen Gründen zu begrüssen sein mag. Die erste negative Auswirkung betrifft die Energieversorgung. Libyen hat bisher 20 Prozent zum Erdölbedarf Italiens beigesteuert und etwa 14 Prozent zum Gasbedarf. Für das Öl kann man andere Lieferanten finden, beim Gas ist das schwieriger, weil die Pipelines nun einmal nach Libyen führen. Die zweite Befürchtung, vor allem für die Regierungskoalition von Silvio Berlusconi mit der Lega Nord, betrifft die mögliche Zunahme der Zahl illegaler Einwanderer aus Schwarzafrika.

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