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Bettencourt distanziert sich von ihrem Günstling

Die L'Oréal-Erbin soll den Künstler François-Marie Banier über Jahre hinweg finanziell unterstützt haben. Jetzt geht die Milliardärin offenbar auf Distanz zu ihrem umstrittenen Freund.

«Das ist jemand, der immer noch mehr will»: Liliane Bettencourt (links) über François-Marie Banier (rechts), hier bei einem Ausstellungsbesuch 2004.
«Das ist jemand, der immer noch mehr will»: Liliane Bettencourt (links) über François-Marie Banier (rechts), hier bei einem Ausstellungsbesuch 2004.

Nach der Serie von Finanzaffären der vergangenen Monate ist L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt auf Distanz zu ihrem umstrittenen Freund François-Marie Banier gegangen. «Das ist jemand, der immer noch mehr will», sagte die reichste Frau Frankreichs der am Donnerstag erschienenen Ausgabe des Magazins «Paris-Match».

Bettencourts Tochter hatte Banier angezeigt, weil sie ihm vorwirft, ihrer 87-jährigen Mutter im Laufe der Jahre rund eine Milliarde Euro aus der Tasche gezogen zu haben. Bettencourt wiederum wird vorgeworfen, Steuern in Millionenhöhe hinterzogen und die konservative Regierungspartei UMP sowie Präsident Nicolas Sarkozy mit illegalen Partei- beziehungsweise Wahlkampfspenden unterstützt zu haben.

«Es ist zu anstrengend geworden»

«Die vergangenen Monate waren wegen all der Auseinandersetzungen schwierig», sagte die alte Dame nun. «Und François-Marie ändert sich nicht! Er ist unerträglich.» Diese Freundschaft sei «unerschwinglich».

Die Hauptaktionärin des L'Oréal-Kosmetikkonzerns fügte hinzu: «Ich muss durchatmen, und mit ihm, das ist mir jetzt klar, kann ich nicht atmen. Ich finde das schade nach so vielen Jahren, aber er ist zu anstrengend geworden.»

Beraterverträge aufgelöst

Die Milliardärin hatte im Sommer ihr Testament geändert, in dem Banier als alleiniger Erbe eingesetzt war. Erst vor wenigen Tagen hatte zudem der L'Oréal-Kosmetikkonzern seine umstrittenen Beraterverträge mit Banier aufgelöst.

Insgesamt sollte der Fotograf und Künstler bis 2011 mehr als 700'000 Euro jährlich von L'Oréal erhalten. Bettencourts Tochter hatte mit ihrer Anzeige gegen Banier die zahllosen Affären rund um ihre Mutter ins Rollen gebracht.

Über ihre Tochter äusserte sich die alte Dame in dem Interview mit «Paris Match» ebenfalls wenig freundlich. Über Banier und ihre Tochter sagte sie: Sie habe genug von «komplizierten Beziehungen» – «mit ihr, genauso wie mit ihm».

SDA/oku

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