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Bolivien empfängt Morales wie einen Helden

Gerüchte über eine Mitreise Edward Snowdens, gesperrte Lufträume: Nach Evo Morales unterbrochenen Heimreise ist Boliviens Präsident in La Paz gelandet – und wurde von jubelnden Menschen empfangen.

kpn
Gemeinsam gegen die USA: Evo Morales (links) und Nicolás Maduro in Cochacamba. (5. Juli 2013)
Gemeinsam gegen die USA: Evo Morales (links) und Nicolás Maduro in Cochacamba. (5. Juli 2013)
AFP
Sprach von einer Provokation gegen eine ganzen Kontinent: Morales (r.) singt zusammen mit Vizepräsident Alvaro Garcia Linera die bolivianische Nationalhymne. (3. Juli 2013)
Sprach von einer Provokation gegen eine ganzen Kontinent: Morales (r.) singt zusammen mit Vizepräsident Alvaro Garcia Linera die bolivianische Nationalhymne. (3. Juli 2013)
Reuters
«Evo, Bruder, das Volk ist mit dir»: Ein Mann wartet auf dem Flughafen von La Paz auf die Ankunft Morales. (3. Juli 2013)
«Evo, Bruder, das Volk ist mit dir»: Ein Mann wartet auf dem Flughafen von La Paz auf die Ankunft Morales. (3. Juli 2013)
Keystone
Volksfest: Aymara-Schamanen halten vor Evo Morales' Ankunft eine Zeremonie ab. (3. Juli 2013)
Volksfest: Aymara-Schamanen halten vor Evo Morales' Ankunft eine Zeremonie ab. (3. Juli 2013)
Reuters
Vor dem Abflug: Evo Morales winkt von der Präsidentenmaschine aus.
Vor dem Abflug: Evo Morales winkt von der Präsidentenmaschine aus.
Patrick Domingo, AFP
Auf dem Sofa in der VIP-Lounge: Boliviens Präsident Evo Morales mit seinem österreichischen Amtskollegen Heinz Fischer. (3. Juli 2013)
Auf dem Sofa in der VIP-Lounge: Boliviens Präsident Evo Morales mit seinem österreichischen Amtskollegen Heinz Fischer. (3. Juli 2013)
EPA/Helmut Fohringer
Ungeplante Landung: Die bolivianische Präsidentenmaschine auf dem Flughafen Wien-Schwechat. (3. Juli 2013)
Ungeplante Landung: Die bolivianische Präsidentenmaschine auf dem Flughafen Wien-Schwechat. (3. Juli 2013)
Heinz-Peter Bader, Reuters
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Nach einer mutmasslich erzwungenen Zwischenlandung in Österreich ist der bolivianische Präsident Evo Morales in sein Heimatland zurückgekehrt. Der sozialistische Politiker wurde in La Paz von einer jubelnden Menschenmenge empfangen.

Er befand sich auf dem Flug von Russland nach Bolivien und musste nach eigenen Angaben zwischenlanden, weil ihm mehrere europäische Staaten den Überflug verweigert hatten. Hintergrund soll der Verdacht gewesen sein, dass sich der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden in der Regierungsmaschine befand.

«Das war eine offene Provokation gegen einen ganzen Kontinent und nicht nur gegen einen Präsidenten», sagte Morales bei seiner Rückkehr.

Entrüstung in Südamerika, Bedauern in Paris

Auch in anderen Ländern sorgte der Zwischenfall für Verärgerung. Die Union Südamerikanischer Nationen sprach von einem «unfreundlichen und unvertretbaren Verhalten». Die bolivianische Regierung hat die USA beschuldigt, im Zusammenhang mit der Fahndung nach Snowden Druck auf europäische Länder ausgeübt zu haben. Die Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) plante eine Dringlichkeitssitzung.

Frankreich bedauerte inzwischen die vorübergehende Sperrung des Luftraums für die Präsidentenmaschine von Morales. Aussenminister Laurent Fabius habe seinem bolivianischen Amtskollegen David Choquehuanca in einem Telefongespräch sein Bedauern über die Verzögerung bei der Ausstellung der Flugerlaubnis ausgedrückt, teilte das Ministerium in Paris mit.

Verwirrung über Eigentümer

Es habe Verwirrung über den Eigentümer der Maschine gegeben, hiess es. Selbstverständlich habe nie die Absicht bestanden, der Präsidentenmaschine den Zugang zum französischen Luftraum zu verweigern. Morales sei stets willkommen in Frankreich.

Auch Spanien, Italien und Portugal sollen nach bolivianischen Angaben den Überflug von Morales' Flugzeug blockiert haben.

Wegen Defekt gelandet?

Österreichische Medien berichteten unterdessen, dass der Pilot der Präsidentenmaschine wegen einer defekten Treibstoffanzeige um Landeerlaubnis gebeten habe. Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender ORF 2 strahlte in den Abendnachrichten Aufzeichnungen des Funkverkehrs zwischen dem Wiener Tower und dem Piloten aus.

(sda/AFP)

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