Zum Hauptinhalt springen

Bosnische Muslime halten die Mehrheit

Status quo in Bosnien-Herzegowina: Das ethnisch zersplitterte Land hat seine Machtverhältnisse bestätigt. Eine umstrittene Wahl gab es um das Bürgermeisteramt in Srebrenica.

Der serbische Anwärter scheitert bei den Bürgermeisterwahlen in Srebrenica: Muslimische Frau an der Urne. (7. Oktober 2012)
Der serbische Anwärter scheitert bei den Bürgermeisterwahlen in Srebrenica: Muslimische Frau an der Urne. (7. Oktober 2012)
Keystone

Die Kommunalwahlen in Bosnien-Herzegowina haben keine Überraschung gebracht, sondern die bisherigen Machtverhältnisse bestätigt. Das berichtete die staatliche Wahlkommission heute in Sarajevo.

Überall dort, wo die tief zerstrittenen Muslime, Serben oder Kroaten die Bevölkerungsmehrheit besitzen, gewannen die jeweils nationalen Parteien. Bei der muslimischen Bevölkerungsmehrheit war das einmal mehr die SDA, die in 34 Städten und Gemeinden die kommunale Führung stellt.

Serbischer Bürgermeister gescheitert

Im ostbosnischen Srebrenica, wo es im Juli 1995 zum Völkermord an bis zu 8000 muslimischen Jungen und Männern durch serbische Verbände gekommen war, beanspruchte der Muslim Camil Curakovic den Sieg für sich. Damit wäre der Plan der Serben gescheitert, erstmals hier den Bürgermeister zu stellen.

Bisher gab es mit Blick auf den Völkermord die Regelung, dass nur ein Muslim an der Spitze der Gemeinde stehen darf. Dieses Gesetz war jetzt weggefallen. Offizielle Ergebnisse gab es in Srebrenica aber noch nicht.

SDA/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch