Zum Hauptinhalt springen

Burka-Verbot: Wütende Muslime in Belgien

Muslime haben empört auf das in Belgien beschlossene Verbot der Vollverschleierung reagiert. Und fordern Frauen zur Gegenwehr auf.

Was nun? Die 22-jährige Französina Salma, die in Belgien lebt, vor dem Parlament in Brüssel.
Was nun? Die 22-jährige Französina Salma, die in Belgien lebt, vor dem Parlament in Brüssel.
Reuters

Das «freiheitsfeindliche und ideologische» Gesetz sei «vollkommen unangemessen», erklärte der belgische Muslimrat am Freitag. Der belgische Muslimrat rief Frauen auf, «sämtliche Rechtsmittel auszuschöpfen» und das Gesetz anzufechten. In Belgien sind demnach ohnehin nur «einige Dutzend Frauen» von dem Verbot betroffen.

Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) kritisierte den geplanten Burka-Bann in Belgien. Ein generelles Verbot der Vollverschleierung verletze grundelegende Rechte, heisst es in einer Mitteilung der Schweizer AI-Sektion. Es beschneide die freie Meinungsäusserung sowie die Religionsausübung von Frauen, die freiwillig Nikab oder Burka trügen, so Amnesty. Der Staat habe aber die Pflicht, dafür zu sorgen, dass keine Frau dazu gezwungen werde, sich zu verschleiern.

Die Schweizer Politikerinnen und Politiker ruft die Organisation auf, keine Gesetze zu erlassen, die das Tragen von Schleiern verbieten und so die Grundrechte von Frauen verletzen.

AFP/raa

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch