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Calmy-Rey fordert mehr Respekt vor Menschenrechten

Vor der UNO-Vollversammlung erklärte die Schweizer Aussenministerin, dass Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung zur Erreichung der Millenniumsziele unabdingbar seien.

Mahnende Worte: Calmy-Rey bei ihrer Rede am 20. September vor der Uno-Vollversammlung.
Mahnende Worte: Calmy-Rey bei ihrer Rede am 20. September vor der Uno-Vollversammlung.
Reuters

Als die Ziele im Jahr 2000 beschlossen wurden, habe man mit viel Zuversicht in die Zukunft geschaut und einen historischen Konsens erreicht, sagte Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. Heute sei der Optimismus gedämpft, weil man nicht erreicht habe, was man wollte. «Die Fortschritte zur Reduzierung der Zahl armer Menschen weltweit, der Zugang zu Bildung und Trinkwasser und die Gleichberechtigung der Geschlechter sind ungenügend», so die Aussenministerin.

Die Geberstaaten müssten sich deshalb fragen, ob sie mit der Entwicklungshilfe auf dem falschen Weg seien. «Ist das internationale Produktions- und Handelssystem immer noch so eingerichtet, dass es zu Ungunsten armer Länder läuft?», fragte Calmy- Rey die Versammlung. Sie machte darauf aufmerksam, dass in der Entwicklungshilfe Rechenschaftspflicht sowohl für den Geber wie den Nehmer gelten.

Mehr Respekt eingefordert

Nach Ansicht der Schweizer Aussenministerin muss vor allem der Respekt vor den Menschenrechten grösser werden. «Zur Erreichung der Millenniumsziele ist das Recht, am politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben des Landes teilzunehmen, unerlässlich», sagte Calmy- Rey. Der Übergang zu einer umweltfreundlicheren Wirtschaft sei dringender denn je. «Es besteht ein Risiko, dass der Klimawandel Menschen in vielen Ländern zur Migration zwingt, was zu Konflikten um Wasser und bebaubares Land führen könnte», warnte Calmy-Rey.

Die Bemühungen müssten vergössert werden, die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre im Zaum zu halten. Der wirtschaftliche Erfolg Chinas, Indiens und Brasiliens zeige, dass die Grenzen dessen, was ökologisch tragbar sei, schnell erreicht seien, wenn sieben Milliarden Menschen beginnen, CO2, Wasser und andere natürliche Ressourcen im gleichen Masse zu verschleudern, wie das die westliche Welt mache.

Deiss eröffnet den Gipfel

Das hochrangige Treffen in New York wird von Alt-Bundesrat Joseph Deiss als Präsidenten der 65. Generalversammlung der Vereinten Nationen geleitet. In seiner Rede zur Eröffnung des Gipfels zeigte sich Deiss überzeugt, dass die Ziele des Millenniumsgipfels noch erreicht werden können.

«Wir haben das Know-How und die Ressourcen, die wir brauchen und wir können es schaffen», sagte Deiss. Er rief die hochrangingen Staatsvertreter dazu auf, während dem dreitägigen Gipfel in «ruhiger und konstruktiver Weise» zu besprechen, wie die Bemühungen verstärkt werden können.

SDA/raa

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