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Caro Presidente Putin

Italien empfängt Russlands Präsidenten auffallend freundlich – wegen alter Bande, grosser Interessen und neuer Sorgen.

Dem russischen Präsidenten gefällt die Zurückhaltung des Papstes: Wladimir Putin (r.) bei Franziskus. Foto: Gregorio Borgia (Reuters)
Dem russischen Präsidenten gefällt die Zurückhaltung des Papstes: Wladimir Putin (r.) bei Franziskus. Foto: Gregorio Borgia (Reuters)

Eben noch geschmäht, plötzlich freundschaftlich umgarnt. Nach seiner Ächtung beim G-7-Treffen in Elmau, wo ihm der Westen am Wochenende härtere Sanktionen angedroht hatte, gelang Wladimir Putin nun ein diplomatischer und medialer Coup, eine zwischenzeitliche Befreiung aus der Isolation. Und wenig überraschend war es das politisch befreundete und wirtschaftlich eng verbündete Italien, das ihm die Bühnen dafür bot: an der Expo in Mailand mit Premier Matteo Renzi, danach im Quirinals­palast in Rom mit Staatschef Sergio ­Mattarella, später im Vatikan mit dem Papst, bevor er in Silvio Berlusconis Palazzo Grazioli zum Diner erwartet wurde – alles an einem Tag, ein Programm im Stakkato.

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