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Chodorkowski – der Anti-Revolutionär

Politische Symbolik und Blitzlichtgewitter haben Michail Chodorkowskis ersten öffentlichen Auftritt begleitet. Er liess sich jedoch nicht als der Oppositionspopstar hochstilisieren, als den ihn viele gerne gesehen hätten.

Anna Jikhareva
Wird erst einmal zur Ruhe kommen müssen: Der Ex-Oligarch steht den Medien Rede und Antwort.
Wird erst einmal zur Ruhe kommen müssen: Der Ex-Oligarch steht den Medien Rede und Antwort.
AP Photo/Michael Sohn
Von Journalisten umringt: Der Ex-Jukos-Chef bei der Medienkonferenz in Berlin.
Von Journalisten umringt: Der Ex-Jukos-Chef bei der Medienkonferenz in Berlin.
AFP
Ein grosser Tag für die Familie: Der freigelassene Michail Chodorkowsky mit seiner ersten Frau, seiner Mutter, seinem Vater und seinem Sohn (v. l.).
Ein grosser Tag für die Familie: Der freigelassene Michail Chodorkowsky mit seiner ersten Frau, seiner Mutter, seinem Vater und seinem Sohn (v. l.).
Reuters
War bei der Pressekonferenz dabei: Michail Chodorkowskys erste Frau Elena.
War bei der Pressekonferenz dabei: Michail Chodorkowskys erste Frau Elena.
AFP
Erstes Treffen in Freiheit: Michail Chodorkowski mit seinem Sohn Pavel (l.) und seinem Vater Boris (M.).
Erstes Treffen in Freiheit: Michail Chodorkowski mit seinem Sohn Pavel (l.) und seinem Vater Boris (M.).
Reuters
Bei der Medienkonferenz: Michail Chodorkowski. (22. Dezember 2013)
Bei der Medienkonferenz: Michail Chodorkowski. (22. Dezember 2013)
Reuters
Die Rückkehr nach Russland scheint ausgeschlossen: Michail Chodorkowski in Berlin. (22. Dezember 2013)
Die Rückkehr nach Russland scheint ausgeschlossen: Michail Chodorkowski in Berlin. (22. Dezember 2013)
Reuters
Gab dem russischen Magazin «Newtimes» ein erstes Interview: Michail Chodorkowski im Berliner Hotelzimmer. (21. Dezember 2013)
Gab dem russischen Magazin «Newtimes» ein erstes Interview: Michail Chodorkowski im Berliner Hotelzimmer. (21. Dezember 2013)
newtimes.ru, Keystone
Im Hotel Adlon traf Chodorkowski erste Verwandte.
Im Hotel Adlon traf Chodorkowski erste Verwandte.
newtimes.ru, Keystone
Freut sich über die Freilassung seines Vaters: Pawel Chodorkowski vor dem Hotel Adlon in Berlin. (21. Dezember 2013)
Freut sich über die Freilassung seines Vaters: Pawel Chodorkowski vor dem Hotel Adlon in Berlin. (21. Dezember 2013)
Steffi Loos, Reuters
Empfang am Flughafen: Michail Chodorkowski (links) und der frühere deutsche Aussenminister Hans-Dietrich Genscher. (20. Dezember 2013)
Empfang am Flughafen: Michail Chodorkowski (links) und der frühere deutsche Aussenminister Hans-Dietrich Genscher. (20. Dezember 2013)
khodorkovsky.ru
Kenner der ehemaligen Sowjetunion: Hans-Dietrich Genscher umringt von Journalisten vor dem Hotel Adlon. (20. Dezember 2013)
Kenner der ehemaligen Sowjetunion: Hans-Dietrich Genscher umringt von Journalisten vor dem Hotel Adlon. (20. Dezember 2013)
Keystone
Hat als erstes Familienmitglied seinen Vater getroffen: Chodorkowskis Sohn Pawel. (27. November 2012)
Hat als erstes Familienmitglied seinen Vater getroffen: Chodorkowskis Sohn Pawel. (27. November 2012)
AFP
Im Hotel Adlon checkte Chodorkowski nach seiner Ankunft ein. (20. Dezember 2013)
Im Hotel Adlon checkte Chodorkowski nach seiner Ankunft ein. (20. Dezember 2013)
Fabrizio Bensch, Reuters
Chodorkowskis Eltern Marina und Boris. (Archiv)
Chodorkowskis Eltern Marina und Boris. (Archiv)
AP Photo/Alexander Zemlianichenko, Keystone
Besuchte in der Schweiz das Gymnasium: Chodorkowskis Tochter Anastasija. (20. Dezember 2013)
Besuchte in der Schweiz das Gymnasium: Chodorkowskis Tochter Anastasija. (20. Dezember 2013)
AP Photo/Rain TV, Keystone
Chodorkowsi an Bord? Limousinen verlassen den Flughafen Berlin-Schönefeld. (20. Dezember 2013)
Chodorkowsi an Bord? Limousinen verlassen den Flughafen Berlin-Schönefeld. (20. Dezember 2013)
Fabrizio Bensch, Reuters
Hier ist Chodorkowski gelandet: Flughafen Berlin-Schönefeld. (20. Dezember 2013)
Hier ist Chodorkowski gelandet: Flughafen Berlin-Schönefeld. (20. Dezember 2013)
JOHANNES EISELE, AFP
Überraschend begnadigt: Der frühere Ölmagnat Chodorkowski.
Überraschend begnadigt: Der frühere Ölmagnat Chodorkowski.
Denis Sinyakov, Reuters
Weilt nach eigenen Angaben in Russland: Chodorkowskis Mutter Marina.
Weilt nach eigenen Angaben in Russland: Chodorkowskis Mutter Marina.
AP Photo/dpa, Rainer Jensen
In dieser Umgebung war Chodorkowski in einem Gefängnis untergebracht: Ein Helikopter startet auf dem Flugplatz Segezha bei Petrozavodsk. (20. Dezember 2013)
In dieser Umgebung war Chodorkowski in einem Gefängnis untergebracht: Ein Helikopter startet auf dem Flugplatz Segezha bei Petrozavodsk. (20. Dezember 2013)
Reuters
Bewegung am Flugplatz: Notfall-Personal steht beim Helikopter, der in der Nähe des Gefängnisses steht, wo Chodorkowski einsass. (20. Dezember 2013)
Bewegung am Flugplatz: Notfall-Personal steht beim Helikopter, der in der Nähe des Gefängnisses steht, wo Chodorkowski einsass. (20. Dezember 2013)
Reuters
Weg frei für Chodorkowski: Sicherheitskräfte auf der Zugangsstrasse zum Gefängnis, wo der frühere russische Ölmagnat eingesessen hatte. (20. Dezember 2013)
Weg frei für Chodorkowski: Sicherheitskräfte auf der Zugangsstrasse zum Gefängnis, wo der frühere russische Ölmagnat eingesessen hatte. (20. Dezember 2013)
Reuters
Früherer Öl-Magnat: Chodorkowski bei einem Meeting im Yukos-Hauptquartier in Moskau. (6. April 1998)
Früherer Öl-Magnat: Chodorkowski bei einem Meeting im Yukos-Hauptquartier in Moskau. (6. April 1998)
Cagle.com
Zehn Jahre lang hinter Gittern: Michail Chodorkowski in einem Käfig während einer Gerichtsverhandlung in Chita. (21. August 2008)
Zehn Jahre lang hinter Gittern: Michail Chodorkowski in einem Käfig während einer Gerichtsverhandlung in Chita. (21. August 2008)
Tatyana Makeyeva, Reuters
Sollte im Sommer 2014 ohnehin freikommen: Michail Chodorkowski in einem Gerichtssaal in Moskau. (3. Juni 2011)
Sollte im Sommer 2014 ohnehin freikommen: Michail Chodorkowski in einem Gerichtssaal in Moskau. (3. Juni 2011)
Alexander Nemenov, AFP
14 Jahre Haft: Am 30. Dezember 2010 erfährt Michail Chodorkowski das Strafmass.
14 Jahre Haft: Am 30. Dezember 2010 erfährt Michail Chodorkowski das Strafmass.
Misha Japaridze, Keystone
Ein Gericht in Moskau spricht ihn der Geldwäsche und des Betrugs schuldig. Nach Ansicht des Gerichts hat Chodorkowski 218 Millionen Tonnen Öl unterschlagen. (27. Dezember 2010)
Ein Gericht in Moskau spricht ihn der Geldwäsche und des Betrugs schuldig. Nach Ansicht des Gerichts hat Chodorkowski 218 Millionen Tonnen Öl unterschlagen. (27. Dezember 2010)
Misha Japaridze, Keystone
Die Eltern des russischen Ex-Ölunternehmers Michail Chodorkowski reisen ihrem inhaftierten Sohn seit neun Jahren hinterher. (31. Oktober 2011)
Die Eltern des russischen Ex-Ölunternehmers Michail Chodorkowski reisen ihrem inhaftierten Sohn seit neun Jahren hinterher. (31. Oktober 2011)
Alexander Zemlianichenko, Keystone
Hier beginnt die Justizaffäre Chodorkowski: Das Hauptgebäude der Ölfirma Yukos in Moskau. Chodorkowski war Chef von Yukos, als die Staatsanwälte 2003 Ermittlungen wegen Veruntreuung und Betrugs einleiteten.
Hier beginnt die Justizaffäre Chodorkowski: Das Hauptgebäude der Ölfirma Yukos in Moskau. Chodorkowski war Chef von Yukos, als die Staatsanwälte 2003 Ermittlungen wegen Veruntreuung und Betrugs einleiteten.
PD
Am 4. Juli 2003 muss Chodorkowski (Mitte) erstmals vor dem Staatsanwalt erscheinen. Er soll von dem früheren Staatsbetrieb Yukos Geld unterschlagen und Steuern hinterzogen haben. Vom ersten Tag an bezeichnet Chodorkowski die Vorwürfe als politisch motiviert: Staatschef Wladimir Putin wolle einen ihm unlieben Konkurrenten ausschalten.
Am 4. Juli 2003 muss Chodorkowski (Mitte) erstmals vor dem Staatsanwalt erscheinen. Er soll von dem früheren Staatsbetrieb Yukos Geld unterschlagen und Steuern hinterzogen haben. Vom ersten Tag an bezeichnet Chodorkowski die Vorwürfe als politisch motiviert: Staatschef Wladimir Putin wolle einen ihm unlieben Konkurrenten ausschalten.
PD
Am 11. Juli 2003 fahren die Ermittler beim Firmensitz von Yukos vor, Mitarbeiter werden verhaftet.
Am 11. Juli 2003 fahren die Ermittler beim Firmensitz von Yukos vor, Mitarbeiter werden verhaftet.
PD
Am 26. Oktober 2003 verbringt Chodorkowski erstmals eine Nacht im Gefängnis Matrosskaya Tishina.
Am 26. Oktober 2003 verbringt Chodorkowski erstmals eine Nacht im Gefängnis Matrosskaya Tishina.
PD
Am 16. Mai 2005 werden Chodorkowski und sein Geschäftspartner Platon Lebedew wegen schweren Betrugs und Bildung einer kriminellen Vereinigung zu je neun Jahren Gefängnis verurteilt. Ein Berufungsgericht reduziert die Strafe im September 2005 auf je acht Jahre Haft.
Am 16. Mai 2005 werden Chodorkowski und sein Geschäftspartner Platon Lebedew wegen schweren Betrugs und Bildung einer kriminellen Vereinigung zu je neun Jahren Gefängnis verurteilt. Ein Berufungsgericht reduziert die Strafe im September 2005 auf je acht Jahre Haft.
PD
Chodorkowski wird ins Gefängnis im sibirischen Chita verlegt. Am 21. August 2008 besucht ihn seine Mutter (Mitte). Ein Tag später wird sein Antrag auf Berufung abgelehnt.
Chodorkowski wird ins Gefängnis im sibirischen Chita verlegt. Am 21. August 2008 besucht ihn seine Mutter (Mitte). Ein Tag später wird sein Antrag auf Berufung abgelehnt.
PD
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Kaum 48 Stunden in Freiheit, stellte sich Russlands prominentester Gefangener Michail Chodorkowski heute in Berlin den Medien. Die Wahl des Ortes – das Mauermuseum am Checkpoint Charlie – hätte symbolträchtiger nicht sein können. Während des Kalten Krieges Demarkationslinie zwischen Freiheit und Gefangenschaft, wurde das Museum nun Schauplatz für Chodorkowskis erste Begenung mit der Öffentlichkeit.

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