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Chodorkowski erwägt Antrag auf politisches Asyl

Michail Chodorkowski sagt, er werde von Putin als «Bedrohung wahrgenommen». Deshalb will er nach dem russischen Haftbefehl gegen ihn Asyl in Grossbritannien ersuchen.

Möchte gerne im Vereinigten Königreich bleiben: Michail Chodorkowski hier bei seinem ersten Interview in Berlin nach seiner Freilassung. (Archivbild)
Möchte gerne im Vereinigten Königreich bleiben: Michail Chodorkowski hier bei seinem ersten Interview in Berlin nach seiner Freilassung. (Archivbild)
RUSSIAN WEEKLY MAGAZINE NEWTIMES, Keystone

Der ehemalige Oligarch und Erzfeind Putins war im Oktober von der Schweiz nach London gezogen. Nun überlegt sich der Russe Michail Chodorkowski nach eigenen Angaben, als Reaktion auf einen russischen Haftbefehl gegen ihn, in Grossbritannien Asyl zu beantragen.

Er erwäge, «im Vereinigten Königreich um Asyl zu ersuchen», sagte Chodorkowski der britischen Rundfunkanstalt BBC. Er werde vom russischen Präsidenten Wladimir Putin «als Bedrohung wahrgenommen». Dies gelte sowohl «wirtschaftlich wegen der möglichen Beschlagnahme russischen Eigentums im Ausland» als auch «politisch wegen der möglichen Unterstützung für demokratische Kandidaten» bei der Parlamentswahl im Jahr 2016.

Vorwurf des Auftragsmordes

Russland hatte am 23. Dezember über den internationalen Haftbefehl gegen Chodorkowski informiert, der im Jahr 2013 zunächst begnadigt worden war. Die russische Justiz eröffnete aber vor kurzem ein weiteres Verfahren gegen ihn. Sie wirft ihm vor, im Jahr 1998 die Ermordung des Bürgermeisters der Stadt Neftejugansk, Wladimir Petuchow, in Auftrag gegeben zu haben. Anfang Dezember rief Chodorkowski zu einer «Revolution» in Russland auf.

SDA/afo

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