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Christliche Geiselopfer treffen in Paris ein

35 Iraker, die Ende Oktober bei einer al-Qaida-Geiselnahme in Bagdad verletzt wurden, erhalten humanitäre Hilfe aus Frankreich. Die Aktion ist Teil eines französischen Regierungsprogramms.

Eine Gruppe von 35 Irakern, die Ende Oktober bei einer al-Qaida-Geiselnahme in einer Kirche in Bagdad verletzt worden waren, sind in Paris zur Behandlung eingetroffen.Das Flugzeug der Gruppe landete am Montagabend um 22.45 Uhr am Pariser Flughafen Orly.

Die Verletzten wurden vom französischen Einwanderungsminister Eric Besson empfangen und anschliessend in Krankenwagen zur Behandlung in mehrere Spitäler der Pariser Region gebracht. Zu der Gruppe gehören 34 Christen und ein muslimischer Leibwächter sowie 19 Begleiter.

45 Todesopfer

Ein al-Qaida-Kommando hatte die syrisch-katholische Kathedrale im Zentrum Bagdads am 31. Oktober während der Sonntagsmesse gestürmt und mehr als hundert Gläubige als Geiseln genommen. Die Angreifer töteten einen Priester, bei der anschliessenden Befreiung der Kirche starben 45 Zivilisten sowie sieben Sicherheitskräfte. 60 Menschen wurden verletzt.

«Wenn Frankreich Solidaritätsoperationen unternimmt, fragt es nicht nach Hautfarbe oder Religion», sagte Besson kurz vor der Landung. Die Auswahl der Verletzten sei entsprechend der Schwere der Verletzungen getroffen worden, sagte ein Diplomat.

Die Aktion ist Teil eines französischen Programms zum Schutz religiöser Minderheiten im Irak. Seit seinem Beginn 2007 wurden 1300 irakische Christen in Frankreich aufgenommen.

SDA/mrs

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