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«Da bahnt sich ein ganz neuer, grosser Konflikt an»

Trotz des Neins der Schotten zur Unabhängigkeit wird sich Grossbritannien verändern. Welche Streitpunkte die britische Politik prägen werden, sagt Korrespondent Peter Nonnenmacher in Edinburgh.

Bei einigen war die Wut nach dem Referendum gross: Ein Polizei-Pferd scheut während Zusammenstössen zwischen Unabhängigkeitsbefürwortern und -gegnern in Glasgow. (19. September 2014)
Bei einigen war die Wut nach dem Referendum gross: Ein Polizei-Pferd scheut während Zusammenstössen zwischen Unabhängigkeitsbefürwortern und -gegnern in Glasgow. (19. September 2014)
Cathal McNaughton, Reuters
Am Boden, aber mit Aussicht auf mehr Autonomie: Ein Mann geht an einem «Ja»-Flugblatt vorbei. (19. August 2014)
Am Boden, aber mit Aussicht auf mehr Autonomie: Ein Mann geht an einem «Ja»-Flugblatt vorbei. (19. August 2014)
Russell Cheyne, Reuters
Sollten die Schotten tatsächlich Ja stimmen, wären monatelange Verhandlungen zwischen Schottland und der Regierung in London die Folge: Eine Ja-Graffiti auf einer Strasse auf den Äusseren Hebriden. (17. September 2014)
Sollten die Schotten tatsächlich Ja stimmen, wären monatelange Verhandlungen zwischen Schottland und der Regierung in London die Folge: Eine Ja-Graffiti auf einer Strasse auf den Äusseren Hebriden. (17. September 2014)
Cathal McNaughton, Reuters
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Die Schotten konnten sich doch nicht zur Unabhängigkeit durchringen. War die Angstkampagne des Nein-Lagers entscheidend oder das Versprechen des britischen Premiers David Cameron, den Schotten mehr Autonomie zu gewähren? Beides. Der Druck auf die Wähler war enorm. Zeitweise hat ja das halbe britische Establishment plus Papst Franziskus, EU, Nato und US-Präsident Barack Obama vor den Folgen einer schottischen Unabhängigkeit gewarnt. Preise sollten steigen und Renten sinken. Banken und Konzerne würden aus Schottland abziehen, hiess es weiter. Und den Schotten würde es nie mehr erlaubt werden, in EU oder Nato zurückzukehren. Ein Unabhängigkeitsbefürworter hat einmal gesagt, als Nächstes werde ihm wohl «ein Meteor auf den Kopf fallen», wenn er für die Unabhängigkeit stimme. Aber natürlich haben David Cameron und die anderen beiden Parteiführer, Nick Clegg und Ed Miliband, auch sehr geschickt mit mehr Autonomie gelockt.

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