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«Da bahnt sich ein ganz neuer, grosser Konflikt an»

Trotz des Neins der Schotten zur Unabhängigkeit wird sich Grossbritannien verändern. Welche Streitpunkte die britische Politik prägen werden, sagt Korrespondent Peter Nonnenmacher in Edinburgh.

Vincenzo Capodici
Bei einigen war die Wut nach dem Referendum gross: Ein Polizei-Pferd scheut während Zusammenstössen zwischen Unabhängigkeitsbefürwortern und -gegnern in Glasgow. (19. September 2014)
Bei einigen war die Wut nach dem Referendum gross: Ein Polizei-Pferd scheut während Zusammenstössen zwischen Unabhängigkeitsbefürwortern und -gegnern in Glasgow. (19. September 2014)
Cathal McNaughton, Reuters
Schwarz auf Weiss: Das offizielle Resultat wird von Mary Pitcaithly verkündet. (19. September 2014)
Schwarz auf Weiss: Das offizielle Resultat wird von Mary Pitcaithly verkündet. (19. September 2014)
Leon Neal, AFP
Grosse Erleichterung und Feierstimmung: Sympathisanten feiern im Hauptquartier der «Better Together»-Kampagne. (19. September 2014)
Grosse Erleichterung und Feierstimmung: Sympathisanten feiern im Hauptquartier der «Better Together»-Kampagne. (19. September 2014)
Dylan Martinez, Reuters
Es wurde nichts mit der Unabhängigkeit: Schottischer Befürworter nach der Abstimmungsnacht.
Es wurde nichts mit der Unabhängigkeit: Schottischer Befürworter nach der Abstimmungsnacht.
Keystone
Lange und anstrengende Abstimmungsnacht: Ein Gegner der Abspaltung von Grossbritannien schläft auf einem Sofa. (19. September 2014)
Lange und anstrengende Abstimmungsnacht: Ein Gegner der Abspaltung von Grossbritannien schläft auf einem Sofa. (19. September 2014)
Dylan Martinez, Reuters
Tränen nach dem Nein: Eine Befürworterin kann es nicht fassen, dass es nicht geklappt hat.
Tränen nach dem Nein: Eine Befürworterin kann es nicht fassen, dass es nicht geklappt hat.
AFP
Da hilft alles wilde Gebaren nichts: Ein Anhänger des Ja-Lagers auf dem George Square in Glasgow. (18. September 2014)
Da hilft alles wilde Gebaren nichts: Ein Anhänger des Ja-Lagers auf dem George Square in Glasgow. (18. September 2014)
Matt Dunham, Keystone
Nach den ersten Teilergebnissen: Unabhängigkeitsgegner feiern in Glasgow. (19. September 2014)
Nach den ersten Teilergebnissen: Unabhängigkeitsgegner feiern in Glasgow. (19. September 2014)
Reuters
An Schlaf denkt in dieser historischen Nacht niemand: Eine Frau schwingt die Unabhängigkeitsfahne. (18. September 2014)
An Schlaf denkt in dieser historischen Nacht niemand: Eine Frau schwingt die Unabhängigkeitsfahne. (18. September 2014)
Reuters
Die Abstimmung weckt globales Interesse: Studenten der University of Montreal verfolgen das Abstimmungsergebnis. (18. September 2014)
Die Abstimmung weckt globales Interesse: Studenten der University of Montreal verfolgen das Abstimmungsergebnis. (18. September 2014)
Keystone
Die Entscheidung ist gefallen: Die Wahlzettel in einer Urne werden auf einen Tisch von Stimmenzählern in Aberdeen geschüttet. (18. September 2014)
Die Entscheidung ist gefallen: Die Wahlzettel in einer Urne werden auf einen Tisch von Stimmenzählern in Aberdeen geschüttet. (18. September 2014)
Scott Heppell, Keystone
Eine Nachtschicht steht bevor: Per Post abgegebene Stimmen werden im Royal Highland Centre in Edinburgh gezählt. (18. September 2014)
Eine Nachtschicht steht bevor: Per Post abgegebene Stimmen werden im Royal Highland Centre in Edinburgh gezählt. (18. September 2014)
Leon Neal, AFP
Abstimmungshelfer im Auszählzentrum von Edinburgh.
Abstimmungshelfer im Auszählzentrum von Edinburgh.
Paul Hackett, Reuters
In den letzten Stunden vor Abstimmungsschluss waren die Befürworter der Unabhängigkeit Schottlands in der Öffentlichkeit sichtbarer als die der Nein-Kampagne: Dudelsackspieler vor dem schottischen Parlament in Edinburgh.
In den letzten Stunden vor Abstimmungsschluss waren die Befürworter der Unabhängigkeit Schottlands in der Öffentlichkeit sichtbarer als die der Nein-Kampagne: Dudelsackspieler vor dem schottischen Parlament in Edinburgh.
Lesley Martin, AFP
Die Abstimmung wird noch lange zu reden geben: Männer im Dirty Dick's Pub in Edinburgh.
Die Abstimmung wird noch lange zu reden geben: Männer im Dirty Dick's Pub in Edinburgh.
Russell Cheyne, Reuters
Jetzt heisst es abwarten und Tee trinken: Alex Salmond in einem Café in Ellon. (18. September 2014)
Jetzt heisst es abwarten und Tee trinken: Alex Salmond in einem Café in Ellon. (18. September 2014)
AP Photo/Scott Heppell, Keystone
Auf zu den Urnen: Anwohner nehmen in Edinburgh an einem «kurzen Spaziergang in die Freiheit» teil. (18. August 2014)
Auf zu den Urnen: Anwohner nehmen in Edinburgh an einem «kurzen Spaziergang in die Freiheit» teil. (18. August 2014)
Paul Hackett, Reuters
Was es bei jeder Schottland Geschichte braucht: Dudelsäcke (mit Flammen)... (18. September 2014)
Was es bei jeder Schottland Geschichte braucht: Dudelsäcke (mit Flammen)... (18. September 2014)
Paul Hackett, Reuters
... und Männer in Kilts. (18. September 2014)
... und Männer in Kilts. (18. September 2014)
Leon Neal, AFP
Abstimmung mit europaweiten Konsequenzen: David Aguilar ist extra von Katalonien nach Schottland gereist, um die «Ja» Kampagne zu unterstützen. (18. August 2014)
Abstimmung mit europaweiten Konsequenzen: David Aguilar ist extra von Katalonien nach Schottland gereist, um die «Ja» Kampagne zu unterstützen. (18. August 2014)
AP Photo/Matt Dunham, Keystone
Hoffen auf ein Nein: Der ehemalige britische Schatzkanzler und Führer der «Better Together»-Kampagne, Alistair Darling (2.v.l.) vor der Stimmabgabe mit seiner Frau Maggie (links). (18. September 2014)
Hoffen auf ein Nein: Der ehemalige britische Schatzkanzler und Führer der «Better Together»-Kampagne, Alistair Darling (2.v.l.) vor der Stimmabgabe mit seiner Frau Maggie (links). (18. September 2014)
AP Photo/Stefan Rosseau, Keystone
Hat für diese Abstimmung gekämpft: Der schottische Regierungschef, Alex Salmond, nach seiner Stimmabgabe in seinem Wohnort Strichen. (18. September 2014)
Hat für diese Abstimmung gekämpft: Der schottische Regierungschef, Alex Salmond, nach seiner Stimmabgabe in seinem Wohnort Strichen. (18. September 2014)
AP Photo/Scott Heppell, Keystone
Niemand wird vergessen: Ungefähr 50 Wähler sollen im Weiler Coulags in den schottischen Highlands in diesem Wohnwagen   ihre Stimme abgeben. (18. September 2014)
Niemand wird vergessen: Ungefähr 50 Wähler sollen im Weiler Coulags in den schottischen Highlands in diesem Wohnwagen ihre Stimme abgeben. (18. September 2014)
AP Photo/Lynne Cameron, Keystone
Tradition am Abstimmungstag: Ein Wähler holt seinen Wahlzettel aus einem schottischen Geldbeutel hervor. (18. September 2014)
Tradition am Abstimmungstag: Ein Wähler holt seinen Wahlzettel aus einem schottischen Geldbeutel hervor. (18. September 2014)
Russell Cheyne, Reuters
Zum ersten Mal dürfen auch 16- und 17-Jährige abstimmen: Eine junge Wählerin beim Verlassen eines Wahllokals in Edinburgh. (18. September 2014)
Zum ersten Mal dürfen auch 16- und 17-Jährige abstimmen: Eine junge Wählerin beim Verlassen eines Wahllokals in Edinburgh. (18. September 2014)
Leon Neal, AFP
Simple Frage: «Ja oder Nein»: Eine Wahlhelferin bei den letzten Vorbereitungen. (18 September 2014)
Simple Frage: «Ja oder Nein»: Eine Wahlhelferin bei den letzten Vorbereitungen. (18 September 2014)
Leon Neal, AFP
Die Ersten haben ihre Stimme abgegeben: Ein schottischer Wähler verlässt das Abstimmungslokal im Dorf Strichen. (18. September 2014)
Die Ersten haben ihre Stimme abgegeben: Ein schottischer Wähler verlässt das Abstimmungslokal im Dorf Strichen. (18. September 2014)
Scott Heppell, Keystone
Seit 8 Uhr sind die Wahllokale geöffnet: Vertreter der Ja-Parole auf dem George Square in Glasgow. (17. September 2014)
Seit 8 Uhr sind die Wahllokale geöffnet: Vertreter der Ja-Parole auf dem George Square in Glasgow. (17. September 2014)
Paul Hackett, Reuters
Sagen die Schotten heute Ja, wäre dies das Ende der 307-jährigen Zugehörigkeit Schottlands zum Vereinigten Königreich: Befürworter einer Unabhängigkeit Schottlands. (17. September 2014)
Sagen die Schotten heute Ja, wäre dies das Ende der 307-jährigen Zugehörigkeit Schottlands zum Vereinigten Königreich: Befürworter einer Unabhängigkeit Schottlands. (17. September 2014)
Keystone
Alles ist bereit für den Abstimmungskrimi: Die Stühle sind in Reih und Glied platziert...
Alles ist bereit für den Abstimmungskrimi: Die Stühle sind in Reih und Glied platziert...
Matt Dunham, Keystone
...und mit Aushängen wird den Wählern gezeigt, wie sie korrekt abstimmen: Ein Wahllokal in der Nähe von Edinburgh. (17. September 2014)
...und mit Aushängen wird den Wählern gezeigt, wie sie korrekt abstimmen: Ein Wahllokal in der Nähe von Edinburgh. (17. September 2014)
Matt Dunham, Keystone
Fast 4,3 Millionen Menschen haben sich registrieren lassen: Unabhängigkeitsbefürworter in Glasgow. (17. September 2014)
Fast 4,3 Millionen Menschen haben sich registrieren lassen: Unabhängigkeitsbefürworter in Glasgow. (17. September 2014)
Dylan Martinez, Reuters
Unternahm in den letzten Tagen alles, um die Schotten von einem Ja zur Unabhängigkeit abzuhalten: Der britische Premierminister David Cameron hält eine Rede im schottischen Aberdeen. (15. September 2014)
Unternahm in den letzten Tagen alles, um die Schotten von einem Ja zur Unabhängigkeit abzuhalten: Der britische Premierminister David Cameron hält eine Rede im schottischen Aberdeen. (15. September 2014)
Dylan Martinez, Reuters
Er hingegen bat die Wähler inständig, sich die einmalige Chance für die Unabhängigkeit nicht entgehen zu lassen: Der schottische Regierungschef Alex Salmond. (17.September 2014)
Er hingegen bat die Wähler inständig, sich die einmalige Chance für die Unabhängigkeit nicht entgehen zu lassen: Der schottische Regierungschef Alex Salmond. (17.September 2014)
Russell Cheyne, Reuters
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Die Schotten konnten sich doch nicht zur Unabhängigkeit durchringen. War die Angstkampagne des Nein-Lagers entscheidend oder das Versprechen des britischen Premiers David Cameron, den Schotten mehr Autonomie zu gewähren? Beides. Der Druck auf die Wähler war enorm. Zeitweise hat ja das halbe britische Establishment plus Papst Franziskus, EU, Nato und US-Präsident Barack Obama vor den Folgen einer schottischen Unabhängigkeit gewarnt. Preise sollten steigen und Renten sinken. Banken und Konzerne würden aus Schottland abziehen, hiess es weiter. Und den Schotten würde es nie mehr erlaubt werden, in EU oder Nato zurückzukehren. Ein Unabhängigkeitsbefürworter hat einmal gesagt, als Nächstes werde ihm wohl «ein Meteor auf den Kopf fallen», wenn er für die Unabhängigkeit stimme. Aber natürlich haben David Cameron und die anderen beiden Parteiführer, Nick Clegg und Ed Miliband, auch sehr geschickt mit mehr Autonomie gelockt.

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