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Das Ende der Siesta

Spaniens Politiker haben sich ein halbes Jahr Pause gegönnt. Nach den Neuwahlen am 26. Juni müssen sie sich endlich an die Arbeit machen.

Risikofreudig und genial: Podemos-Chef Pablo Iglesias (links) bei einer Wahlveranstaltung in Madrid. Foto: Daniel Ochoa de Olza (AP, Keystone)
Risikofreudig und genial: Podemos-Chef Pablo Iglesias (links) bei einer Wahlveranstaltung in Madrid. Foto: Daniel Ochoa de Olza (AP, Keystone)

Spanien ist seltsam unberührt von den grossen Themen unserer Tage. Was in der Welt geschieht, wird hier wie durch einen Filter wahrgenommen. Flüchtlingsströme, Bürgerkriege, Klimawandel, das Ende der Arbeit: lauter ferne Debatten. Selbst der mögliche Brexit ist kaum mehr als ein Kuriosum. Spanien ist in Ferienstimmung. Aber anders als die ausländischen Touristen, von denen dieses Jahr so viele wie nie zuvor ins Land strömen, können die Spanier die Auszeit nicht geniessen. Sie sind müde und gelangweilt. Am letzten Junisonntag sollen sie wählen gehen, zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten, und danach, so hoffen sie, möge Spanien doch bitte wieder auf Touren kommen.

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