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Das Ende nicht bedacht

Angela Merkel ist seit zehn Jahren Kanzlerin. In der Flüchtlingskrise geht sie ein hohes Risiko ein – für Deutschland und für sich selbst.

Die Hoffnungen ruhen auf der Kanzlerin: Ein Flüchtling hält im Wiener Hauptbahnhof ein Porträt von Angela Merkel in die Höhe. Foto: Dominic Ebenbichler (Reuters)
Die Hoffnungen ruhen auf der Kanzlerin: Ein Flüchtling hält im Wiener Hauptbahnhof ein Porträt von Angela Merkel in die Höhe. Foto: Dominic Ebenbichler (Reuters)

Was ist über Angela Merkel nicht schon alles geschnödet worden! Emotions-, ideen- und mutlos sei sie, scheue jedes Risiko. Sie wäge wichtige Entscheide ­wochenlang ab, ändere ihre Position nur millimeterweise, entscheide nur, wenn es wirklich nicht mehr anders gehe, und teile den Entschluss dann in Nebensätzen mit. Es fehle ihr an festen Überzeugungen, an Visionen sowieso, und in ­Krisen sei sie nur souverän, weil sie sich allen Umstürzen geschmeidig anpasse.

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