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Das frische Gesicht Europas

Italiens Regierungschef Matteo Renzi präsentierte sich vor dem EU-Parlament als dynamischer Reformer.

Matteo Renzi war nach Strassburg gekommen, um das Programm der italienischen EU-Präsidentschaft zu präsentieren. Foto: Keystone
Matteo Renzi war nach Strassburg gekommen, um das Programm der italienischen EU-Präsidentschaft zu präsentieren. Foto: Keystone

Matteo Renzi sprach am Mittwoch knapp zwanzig Minuten frei und eloquent. Danach kam EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, las ab Blatt und war fast doppelt so lang. Einige im Plenarsaal des EU-Parlaments in Strassburg schauten da nur noch gelangweilt auf ihre Smartphones.

An den Portugiesen oder auch an den frisch zum Nachfolger nominierten Jean-Claude Juncker mag der Italiener gedacht haben, als er davon sprach, wie das Gesicht Europas wohl ausschauen würde, wenn man davon ein Selfie machen könnte. Der 39-jährige Regierungschef gab sich gleich selber die Antwort: «Es wäre ein Gesicht, das sehr müde geworden ist, das schon aufgegeben hat.» Ja, es sei auch ein Gesicht der Langeweile.

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