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«Das ganze Gerede um Demokratie ist doch die reinste Heuchelei»

Peter Scholl-Latour erklärte seinem deutschsprachigen Publikum die Welt. Aus Anlass seines Todes publizieren wir ein Interview noch einmal, das er Redaktion Tamedia Ende 2007 gab.

Mit Peter Scholl-Latour sprachen Res Strehle und Christof Münger
Am 15. August 2014 ist er seiner schweren Krankheit erlegen: Peter Scholl-Latour, hier im Hotel Adlon in Berlin bei der Präsentation seines Buches «Zwischen den Fronten – Erlebte Weltgeschichte». (30. Oktober 2007)
Am 15. August 2014 ist er seiner schweren Krankheit erlegen: Peter Scholl-Latour, hier im Hotel Adlon in Berlin bei der Präsentation seines Buches «Zwischen den Fronten – Erlebte Weltgeschichte». (30. Oktober 2007)
Miguel Villagran, Keystone
Der Nahost-Experte absolvierte unzählige Fernsehauftritte: Scholl-Latour (Mitte) mit Alkanzler Helmut Schmidt (l.) zu Gast bei Reinhold Beckmann in dessen ARD-Talkshow. (2. Mai 2011)
Der Nahost-Experte absolvierte unzählige Fernsehauftritte: Scholl-Latour (Mitte) mit Alkanzler Helmut Schmidt (l.) zu Gast bei Reinhold Beckmann in dessen ARD-Talkshow. (2. Mai 2011)
Morris Mac Matzen, Reuters
Er war überall dabei, auch bei den Konflikten im Irak: Scholl-Latour auf dem Balkon seines Hotelzimmers in Baghdad. (26. Februar 2003)
Er war überall dabei, auch bei den Konflikten im Irak: Scholl-Latour auf dem Balkon seines Hotelzimmers in Baghdad. (26. Februar 2003)
Keystone
Der Journalist und Publizist erhielt mehrere Preise: Scholl-Latour (l.) bei der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik mit Präsident Horst Köhler (Mitte) und seiner Frau Eva. (4. Oktober 2006)
Der Journalist und Publizist erhielt mehrere Preise: Scholl-Latour (l.) bei der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik mit Präsident Horst Köhler (Mitte) und seiner Frau Eva. (4. Oktober 2006)
Arnd Wiegmann, Reuters
Bei der Verleihung des Henri-Nannen-Preises mit Liz Mohn (l.) und Frau Eva in Hamburg. (9. Mai 2008)
Bei der Verleihung des Henri-Nannen-Preises mit Liz Mohn (l.) und Frau Eva in Hamburg. (9. Mai 2008)
Kai-Uwe Knoth, Keystone
War auch in der Schweiz ein gern gesehener Gast: Scholl-Latour hält einen Vortrag im Kongresshaus Zürich mit dem Titel: «Der Balkan – ein ungelöstes Problem und dauernder Krisenherd» änlässlich des des Divisionsrapports der Felddivision 6. (11. Januar 2003)
War auch in der Schweiz ein gern gesehener Gast: Scholl-Latour hält einen Vortrag im Kongresshaus Zürich mit dem Titel: «Der Balkan – ein ungelöstes Problem und dauernder Krisenherd» änlässlich des des Divisionsrapports der Felddivision 6. (11. Januar 2003)
Eddy Risch, Keystone
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Herr Scholl-Latour, ist Ihnen langweilig, wenn Sie in der Schweiz sind?

Nein, gar nicht. Ich bin gerne in einem Land, das so in sich ruht wie die Schweiz. Ich bin ja hier während des Zweiten Weltkriegs zur Schule gegangen, fünf Jahre in Saint-Michel (dem Jesuitenkolleg im Kanton Freiburg, die Red.). Aber die Schweiz ist natürlich kein Berichterstattungsgebiet. Der Blocher mag hier die Gemüter erregen, aber er ist kein Weltphänomen (lacht).

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