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Das Gas fliesst

Ein halbes Jahr musste die Ukraine ohne russisches Gas auskommen. Jetzt liefert der Nachbar wieder.

Bei der Erdgasversorgung von Russland abhängig: Ein Arbeiter in einer ukrainischen Lagerstätte. (21. Mai 2014)
Bei der Erdgasversorgung von Russland abhängig: Ein Arbeiter in einer ukrainischen Lagerstätte. (21. Mai 2014)
Keystone

Nach einem sechsmonatigen Streit mit der Ukraine über ausstehende Gasrechnungen hat Russland seine Lieferungen am Dienstag wieder aufgenommen.

Ein Sprecher des ukrainischen Unternehmens Ukrtransgaz sagte: «Die Ukraine bekommt wieder russisches Gas. Das Importvolumen liegt bei rund 43,5 Millionen Kubikmetern pro Tag.»

Das staatliche Energieunternehmen Naftogas hatte vergangene Woche erklärt, es habe 378 Millionen Dollar an den russischen Konzern Gazprom überwiesen und damit den Weg für neue Lieferungen freigemacht. Die Ukraine ist bei der Erdgasversorgung fast völlig von Russland abhängig.

Tag der Ruhe

Ebenfalls am Dienstag hat im Konfliktgebiet in der Ostukraine eine von Präsident Petro Poroschenko angekündigte Feuerpause begonnen. Die Armee habe die Kämpfe eingestellt, teilte die Militärführung in Kiew mit. Die prorussischen Separatisten in der Unruheregion Donezk bestätigten dies der russischen Agentur Interfax.

Poroschenko hatte für diesen Dienstag einen «Tag der Ruhe» erklärt. Auch die Aufständischen hatten angekündigt, die Feuerpause einzuhalten. Offiziell gilt seit Anfang September eine Waffenruhe in der Ostukraine. Dennoch gab es seitdem fast jeden Tag Kämpfe.

Zumindest an diesem Dienstag scheint die Waffenruhe aber zu halten. Sowohl Poroschenko als auch Korrespondenten und Augenzeugen bestätigten die Einhaltung der Feuerpause.

SDA/ldc

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