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Das Geld kommt aus Europa, die Propaganda aus Moskau

Die Belgrader Regierung träumt von einer schnellen EU-Integration, pflegt aber eine problematische Nähe zu Russland. Das sorgt für Spannungen auf dem Balkan.

Enver Robelli
Besuch beim grossen Bruder: Der russische Präsident Wladimir Putin (l.) und der serbische Präsident Aleksandar Vucic bei einem Treffen in Moskau. Foto: Sergei Chirikov (EPA/Keystone)
Besuch beim grossen Bruder: Der russische Präsident Wladimir Putin (l.) und der serbische Präsident Aleksandar Vucic bei einem Treffen in Moskau. Foto: Sergei Chirikov (EPA/Keystone)

Für Aleksandar Vucic besteht kein Zweifel, wo die Zukunft Serbiens liegt: Sollte sein Land vom europäischen Pfad abkommen, so der serbische Ministerpräsident, dann «können wir den Laden dichtmachen». Er wolle sich gar nicht die Mühe geben, das Parlament über die katastrophalen Daten der serbischen Wirtschaft zu informieren, sagte Vucic kürzlich. Die Arbeitslosigkeit beträgt etwa 20 Prozent, die aufgeblähte, ineffiziente Verwaltung und unrentable Staatsbetriebe kosten Unsummen – jährlich verlassen 15'000 Menschen das Balkanland. Vucic besitzt das zweifelhafte Talent, grosse Reformen anzukündigen, aber wenig umzusetzen.

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