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Das Gesicht der Griechenland-Krise

Ein berührendes Foto eines verzweifelten Rentners sorgt im Internet für Aufsehen. Es zeigt die andere Seite des Finanzdramas, fernab der lauten Proteste auf den Strassen Athens.

Die persönliche Seite der Griechenland-Krise: Giorgos Chatzifotiadis bricht vor seiner geschlossenen Bank in Thessaloniki zusammen.(3.Juli 2015)
Die persönliche Seite der Griechenland-Krise: Giorgos Chatzifotiadis bricht vor seiner geschlossenen Bank in Thessaloniki zusammen.(3.Juli 2015)
Sakis Mitrolidis, AFP
Er war zuvor bei drei Banken gewesen ist, um für seine kranke Frau wenigstens einen Teil der Rente zu ergattern.
Er war zuvor bei drei Banken gewesen ist, um für seine kranke Frau wenigstens einen Teil der Rente zu ergattern.
Sakis Mitrolidis, AFP
Die Bilder des verzweifelten Mannes gehen um die Welt.
Die Bilder des verzweifelten Mannes gehen um die Welt.
Sakis Mitrolidis, AFP
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Es ist das Bild des weinenden Griechen Giorgos Chatzifotiadis vor einer Bank in Thessaloniki, welches in den sozialen Netzwerken die Herzen berührt. Bei dem Mann handelt es sich um den 77-jährigen Rentner, der bereits zuvor bei drei Banken gewesen ist, um für seine kranke Frau wenigstens einen Teil der Rente zu ergattern. Doch fand er sich stets vor verschlossenen Türen wieder.

Die vierte Bank habe dann geöffnet gehabt, dennoch habe er kein Geld für seine Frau bekommen, berichtete Chatzifotiadis der Nachrichtenagentur AFP. «Da bin ich einfach zusammengebrochen.» Mehr noch als seine persönlichen Probleme aber habe ihn die Situation seines Landes getroffen, sagte er weiter: «Ich ertrage es nicht, dieses Elend zu sehen».

Chatzifotiadis und seine Frau haben mehrere Jahre in Deutschland gearbeitet - von dort stammt auch die Rente seiner Frau. «Ich habe hart gearbeitet», sagte der Rentner. Nun erträgt er es kaum, wenn Menschen auf den Strassen um ein paar Cent für Brot betteln. «Europa und Griechenland haben Fehler gemacht. Wir müssen gemeinsam eine Lösung finden», sagte er. Genug Geld, um am Sonntag zum 80 Kilometer entfernten Wahllokal zum Referendum über die Sparpolitik zu fahren, habe er aber nicht.

AFP/slw

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