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Das hat nicht einmal Thatcher gewagt

Grossbritanniens Regierung baut den Wohlfahrtsstaat ab. Suppenküchen sollen die Sozialhilfe ersetzen. Kritiker werfen dem «Kabinett der Millionäre» vor, mittellose Briten ins Elend zu stürzen.

England spart bei den Armen: Ein Obdachloser in London.
England spart bei den Armen: Ein Obdachloser in London.
Keystone

Heftiger kann die Kritik an der Regierung in London kaum sein. Kirchenleute, karitative Verbände, Gewerkschaften, Akademiker und Labour-Opposition sehen David Camerons «Kabinett der Millionäre» mit einem radikalen Abbau des Wohlfahrtsstaats beschäftigt, der die Schwachen der Gesellschaft wachsendem Elend anheimgibt – und erstmals sogar am Prinzip des Sozialstaats rüttelt. Nicht einmal Margaret Thatcher habe es gewagt, den Wohlfahrtsstaat in ähnlicher Weise auszuhöhlen. An die «Pflicht einer zivilisierten Gesellschaft gegenüber den Schwachen und Bedürftigen» hat der just inthronisierte Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, den Premierminister erinnert. Fünfzig Professoren der Sozialwissenschaft haben erklärt, Camerons Minister untergrüben «alles Gemeinschaftsdenken im Lande».

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