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«Das ist eines der grossen Rätsel dieser Geschichte»

Beim «Guardian» verlangte die Regierung die Zerstörung von Festplatten mit NSA-Material. TA-Korrespondent Peter Nonnenmacher über den Coup im Keller der Zeitung, anwesende Agenten und das Eigentor Londons.

Wurde von der britischen Polizei neun Stunden lang befragt: David Miranda (l.) mit seinem Lebenspartner, dem «Guardian»-Journalist Glenn Greenwald. (19. August 2013)
Wurde von der britischen Polizei neun Stunden lang befragt: David Miranda (l.) mit seinem Lebenspartner, dem «Guardian»-Journalist Glenn Greenwald. (19. August 2013)
AFP
Die Zeitung berichtet seit Monaten über den amerikanischen und britischen Geheimdienst: Das Gebäude von «The Guardian» in London. (19. August 2013)
Die Zeitung berichtet seit Monaten über den amerikanischen und britischen Geheimdienst: Das Gebäude von «The Guardian» in London. (19. August 2013)
Keystone
Bezeichnet die Vernichtung einer Festplatte des «Guardian» durch die Regierung als bizarr: Der Chefredakteur der Zeitung Alan Rusbridger.
Bezeichnet die Vernichtung einer Festplatte des «Guardian» durch die Regierung als bizarr: Der Chefredakteur der Zeitung Alan Rusbridger.
Reuters
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«The Guardian» hält die britische und die amerikanische Regierung mit Enthüllungen über ihre Spähprogramm auf Trab. Nun wurde bekannt, dass London Druck auf die Zeitung ausübte. Eine Missachtung der Pressefreiheit?

Nicht im Blick der britischen Regierung. London hat offenbar den «Guardian» zur Vernichtung von Geheimdienstmaterial im Besitz der Zeitung gezwungen, damit dieses Material nicht «Unbefugten» in die Hände fallen könne. Für den «Guardian» war das freilich pure Missachtung der Pressefreiheit. Ein Abdruck dieses Materials liege eindeutig im öffentlichen Interesse, hat Chefredakteur Alan Rusbridger erklärt. Und: Der Versuch, die weitere Veröffentlichung solcher Informationen zu verhindern, sei eine «echte Bedrohung für den Journalismus».

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